6. September 2015: Wanderung durch den Culloden Wood und zum Moray Firth

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6. September 2015: Wanderung durch den Culloden Wood und zum Moray Firth

So langsam blicken die Leute hier mit Angst gen Himmel: Es hat nun schon seit zwei Tagen nicht mehr geregnet, manche reden schon von einer Dürreperiode. Sogar der Meeresspiegel war für kurze Zeit gesunken (aus unerklärlichen Gründen stieg er ein paar Stunden danach wieder an nur, um dann wieder zu sinken).

Heute war wettertechnisch der beste Tag bisher! Sonne und Wolken, jedoch mehr Sonne als Wolken und so kam es dazu, dass ich mir ein klitzekleines Sonnenbrändchen holte. Diesen Tag habe ich es geschafft kein Geld auszugeben, ich wollte ohnehin meine Umgebung und den Weg durch den Wald zum Forestry Campus erkunden.

Ganz kurz zu Culloden: im Jahre 1746 am 16. April wurden die aufständigen Jakobiter in dem Moor zu Culloden (sprich Küllodden) von den Engländern innerhalb einer Stunde grausam getötet. Deswegen ist heute das Culloden Battlefield im Culloden Moor so bekannt. Im Gälischen ist Culloden als Blàr Ch¨il Lodair übersetzt, was "offenes Moor" heißt. Früher gab es hier wohl keinen Wald.

Als erstes kam ich an St Mary's Well vorbei. In den Bäumen hingen viele Lappen herum. Die Legende sagt, dass man bei einem Clootie Well oder Cloutie Well einen Lappen in das Quellwasser tränken und dann an einen Baum anbinden soll. Tut man dies, würde es einem Glück bringen und Leiden heilen.

Weiter ging es zum Prisoners' Stone, einem Stein, der eine dunkle Erinnerung an die Schlacht von Culloden ist: am 17. April 1746, also einen Tag nach der Schlacht wurden hier 17 gefangene Jakobiten grundlos erschossen. Einer soll überlebt und diese Geschichte erzählt haben.

Ich machte noch kurz den Abstecher zum Forestry Campus, auf direktem Wege würde ich von zu Hause aus wohl eine knappe Stunde brauchen. Anschließend kam ich am The Lord President's Seat vorbei: einem Stein vor einer prächtigen Eiche. Das war Duncan Forbes' Lieblingsrastpunkt. Er war der lokale Landherr, der den Staat unterstützt hatte. Nach der Schlacht wechselte er die politische Seite, da er nicht mit dem Umgang der Einheimischen einverstanden war.

Ich wollte noch unbedingt ans Meer und lief den gesamten Weg an einer viel befahrenen Straße entlang. Das war nicht so schön, der Ausblick vom Meeresboden versöhnte mich dann doch. Aber so spannend war es dann doch nicht, weil das Ufer hier schlecht angebunden ist. Man kann zwar kilometerlang einen Weg direkt am Meer entlang laufen, der hört dann vor der Schnellstraße einfach auf und man muss alles zurück. Zudem verdecken Bäume die Sicht...

Gut gelaunt und gebräunt kam ich zu Hause an!

Aus­sicht von zu Hause auf den Moray Firth

Aus­sicht von zu Hause auf den Moray Firth

Aus­sicht von zu Hause: Das Grüne unten rechts ist der Beech­wood Campus, der Hügel links ist der Craig Phadrig, auf dem ich gestern war

In der Myrtle­field Lane

Noch kein Zeichen von Herbst

Blick durch die Tower Brae South auf den Moray Firth

Im Culloden Wood

Lappen von St Mary's Well

St Mary's Well, ein so­ge­nannter Cloutie Well

St Mary's Well, ein so­ge­nannter Cloutie Well

Noch so ein Pracht­exemplar

Culloden Wood

Alles Flach­wurzler hier...

Sturm­wurf...

... und Kahl­schlag

Ein Vor­teil ist, dass man was sehen kann!

Prisoners' Stone

Prisoner's Stone

Das Bild im Prospekt ist nicht mehr aktuell - aber schöner

Scottish School of Forestry

Forestry Campus

Das ist alles, kleiner als Rotten­burg

Scottish School of Forestry

Forestry Campus

Zwischen­durch Aus­sicht auf den Moray Firth

Es knackte seltsam die ganze Zeit im Wald... Der Ginster mit seinen Hülsen­früchten ist Schuld

Flechten an Lärche

Jaune (gelb)

The Lord Presi­dent's Seat - direkt vor der Bahn­brücke

Sicht von Culloden auf den Moray Firth

Sicht von Culloden auf die Kessock Bridge

Ein ganzes Feld voll von den Schmal­blättrigen Weiden­röschen

Blick zurück auf Culloden Wood (Mitte links) und West­hill (rechts, wo ich wohne)

Sicht vom "Strand" auf die Kessock Bridge

Am Meeres­ufer

Aus­sicht vom Meeres­boden

Schaut euch diesen blauen Himmel an - und das in Nord­schott­land!

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