Mittwoch, den 28. September 2016: A Muvrella (2148m) & Punta Culaghia (2034m)

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Atemberaubende Ausblicke auf der schmalen Gratwanderung

Bevor wir den Monte Cinto bestiegen, wollten wir noch ein bisschen trainieren und es erst mal locker und entspannt angehen. Von wegen: Diese Tour hatte es absolut in sich und so bekamen wir einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns am folgenden Tag erwarten sollte. Doch der Aufwand wurde mit derart verstandraubenden Eindrücken belohnt, die zumindest meine Anstrengung in einer Millisekunde vergessen machten.

Ursprünglich wollten wir diese Tour andersherum laufen, aber wir konnten den Weg nicht finden! Die Markierungen waren übermalt worden und es zeichnete sich überhaupt nicht ab wo der richtige Weg war. Ich hatte zwar einen Weg mit alten Markierungen und Steinmännchen (Cairns, vgl. Schottland) gefunden, aber war es der Richtige? Es sollte der Richtige gewesen sein, das sahen wir bei unserer Rückkunft.

Da wir den direkten Weg zur A Muvrella gesehen hatten, beschlossen wir die Schleife andersherum zu laufen. Anfangs schlängelte sich der Weg durch den wunderschönen Kiefernwald bevor relativ bald felsig wurde. Und steil. So steil, wie ich noch nie einen Weg gesehen hatte. Der einfache Weg zur Muvrella betrug zwar nur 2km, jedoch mit 750 Höhenmetern Unterschied.

Die Kletterpartien hielten sich allerdings in Grenzen, es war einfach nur steil. Hinter uns öffnete sich das Panorama auf das Asco-Tal und das Cinto-Massiv immer weiter; es wurde immer beeindruckender.

Als wir die Bocca di Stagnu (1985m) erreichten, konnten wir in das Nachbartal schauen und sogar die Westküste sehen. Und im Rücken den Monte Cinto! Was für eine Aussicht! Nun galt es die Muvrella mit weiteren läppischen 150 Höhenmetern zu bezwingen. Eigentlich leicht, doch hier begann die Kletterei.

Auf dem Gipfel der A Muvrella (2148m) war die Aussicht unbeschreiblich. Wir konnten natürlich den Monte Cinto und den Kamm bis zur Punta Minuta sehen, aber auch unseren weiteren Weg mit der Punta Culaghia, Punta Stranciacone und der Punta Missoghiu. Gleich dahinter erhob sich die majestätische Paglia Orba und der Capu Tafunatu mit seiner charakteristischen Schornsteinform. In die andere Richtung konnten wir tatsächlich Calvi, die Nordwestküste und sogar das Fango-Tal ausmachen - wow, atemberaubend.

Für die 2 Kilometer Aufstieg hatten wir 3 Stunden gebraucht, so langsam ist man sonst nur auf der A5! Aber es war nun mal steil und der Abstieg zurück zur Bocca di Stagnu wurde schwieriger als gedacht. Von dort aus begann unsere Gratwanderung, die uns auf, zwischen, in und unter Felsen führte. Die Aussicht Richtung Calvi war unsere ständige Begleiterin.

Der Weg wurde durch die Kraxeleien nicht gerade entspannter, aber die Höhenmeter waren nicht mehr so heftig. Als wir in die Nähe der Punta Stranciacone kamen, gesellten sich urplötzlich Wolken zu uns, die zwar einen gesunden Abstand wahrten, allerings die Sicht und das Licht verdunkelten. Verrückt: der Blick auf das Cinto-Massiv: wolkenloser Himmel, ein Blick Richtung Calvi: graue Wolken ohne Ende.

Als wir den Felsenkoloss der Punta Stranciacone umrundet hatten, erreichten wir die Brèche de Missoghiu und hier begann ein Abstieg durch die beeindruckende steile Rinne in Richtung Ex-GR20. Von dort ging es mehr oder minder gemütlich wieder hinunter nach Haut-Asco, zuletzt wieder durch den wunderschönen Kiefernwald.

Kurz vor dem Hotel erkannten wir den Weg vom vormittaglichen Verlaufen wieder und hatten das Glück, zwei weibliche Mufflons zu sehen. Pünktlich zu Sonnenuntergang und Abendessenszeit kamen wir wieder an. Man beachte: wir waren nur 7,2km gelaufen, hatten aber 9 Stunden gebraucht - ye be warned, Kraxeleien fordern ihre Zeit .

Statistiken des Tages

Die folgende Tabelle zeigt die Statistiken unserer Wanderung mit der Länge in km, den positiven Höhenmetern in m und der Dauer in Std. Zusätzlich zeigt sie die mit dem Auto zurückgelegte Strecke in km. Eine Übersichtstabelle befindet sich auf der Übersichtsseite.
Diese Tabelle basiert auf ungefähren Werten und hat keinen weiteren Sinn.

Datum Be­schreib­ung Länge [km] Pos. hm [m] Länge [Std] Auto­fahrten [km]
28.09.16 A Muvrella 7,2 884 9,0 -
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