Mittwoch, den 5. Oktober 2016: Monte Renoso (2352m) & Bavella

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Schottisches Wetter und schottische Landschaft

Es war mal wieder unglaublich: Die Luftlinienentfernung zu unserem Startpunkt betrug 5,6km, doch mussten wir 45km (1h15) Fahrt in Kauf nehmen. Aber was für eine Fahrt! Jetzt wissen wir, woher der Monte d'Oro seinen Namen hat; er ist der erste, der die morgendliche Sonne bekommt und somit wie ein goldener Kegel über das Tal wacht. Und wir konnten die nicht allzu ferne Ostküste von der Straße aus sehen, bevor wir zur Skistation von Ghisoni hinauffuhren.

Der Monte Renoso (2352m) gilt als leichtester Zweitausender der Insel und ihn wollten wir als letzten Berg unserer Reise erklimmen. Da der Startpunkt schon auf gut 1600m lag, gab es nicht allzu viele Höhenmeter.

Diese Wanderung sollte uns sehr an Schottland erinnern: Die karge Landschaft ähnelte sehr den Cairngorms, vor allem aber das ewig lange und flache Hochplateau gerade unterhalb des Gipfels. Ein anderer Bergrücken hatte verblüffende Ähnlichkeiten mit dem Cairn Toul-Braeriach-Rücken der Cairngorms. Auch das Wetter war schottisch, denn als wir oben ankamen, bildeten sich sofort Wolken und scheuchten uns wieder nach unten.

Aber der Reihe nach. Wir liefen los und erreichten bald die Quelle des Pizzolo-Bachs, die auf einem kleinen Wiesenplateau entspringt. Weiter oben kamen wir zum herrlich schönen Bastani-See, in dem sich der Monte Renoso spiegelte.

Wie schon beschrieben, scheuchten uns die Wolken nach Erreichen des Gipfels hinunter und holten uns auch fast ein. Doch wir waren schneller und fuhren weiter Richtung Süden.

Unterwegs waren immer wieder die halbwilden Hausschweine, auch ungezähmte Wildschweine genannt, auf der Fahrbahn, sodass wir vorsichtig fahren mussten. Kurz vor dem Col de la Vaccia befand sich eine Ziegenherde auf der Straße, die mit dem Auto gestreichelt werden musste, um Platz zu machen. Hupe, Lichthupe, Motorheulen; es half alles nichts.

Kurz vor Zonza, unserem Übernachtungsstop, konnten wir die Bavella-Berge sehen, welch beeindruckender Anblick! Weil wir noch so viel Zeit hatten, fuhren wir bis zum Col de Bavella und erlebten einen Meeresblick und den Sonnenuntergang. Anschließend fuhren wir zurück nach Zonza.

PS.: eine witzige Geschichte sei hier noch erwähnt: Wir wollten die Hotelrechnung in Zonza begleichen, doch wurde nur Bargeld akzeptiert. Auf unsere Frage, wo denn der nächste Geldautomat sei, folgte die Antwort, es gebe einen im 4km entfernten Nachbarort (San-Gavino-di-Carbini). In Porto selbst hatte es noch ganz viele gegeben und jeder hat die Bankkarte akzeptiert. Hier war das wohl anders und was wunderte, war, dass Zonza als Kreuzungspunkt keinen Geldautomaten besitzt. So unternahmen wir noch eine kleine Nachtfahrt nach San-Gavino .
Was wir wohl gemacht hätten, wenn er außer Betrieb gewesen wäre? Wollen wir gar nicht daran denken!

Statistiken des Tages

Die folgende Tabelle zeigt die Statistiken unserer Wanderung mit der Länge in km, den positiven Höhenmetern in m und der Dauer in Std. Zusätzlich zeigt sie die mit dem Auto zurückgelegte Strecke in km. Eine Übersichtstabelle befindet sich auf der Übersichtsseite.
Diese Tabelle basiert auf ungefähren Werten und hat keinen weiteren Sinn.

Datum Be­schreib­ung Länge [km] Pos. hm [m] Länge [Std] Auto­fahrten [km]
05.10.16 Monte Renoso 7,4 680 3,8 154,0
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