Vom Morimont nach Lutter

Du bist hier: Wanderparadies Wasgau Sundgau 2019 Vom Morimont nach Lutter

Etappe 3 von 4

Diese Wanderung beschreibt die dritte Etappe der Mehrtagestour "Circuit des Trois Châteaux" von Leymen nach Leymen. Sie beginnt am Morimont und führt uns als erstes zur besten Ansicht der Burg Morimont. Anschließend geht es immer steiler bergauf zum Rocher des Sorcière, von dem wir eine schöne Aussicht auf Oberlarg, das Hôtel Le Morimont und die gleichnamige Burg, sowie den Vogesen im Hintergrund genießen können. Der Weg verläuft nun auf der Französisch-Schweizer Grenze und führt uns zum ehemaligen Kloster von Lucelle. Von dort aus geht es durch Wald und Weiden am Bildstoeckle vorbei zur Allée des Hêtres, der Buchenallee an der südlichen Flanke des Glaserberges. Über den Col de Neuneich mit seiner Aussicht nach Norden und den Horni geht es weiter zur Burg Blochmont, von der kaum noch Reste übrig sind. Anschließend geht es nach kurzer Steigung nur noch bergab und meistens durch Wald bis nach Lutter.

Praktische Informationen

  • Interaktive Tourenkarte: http://umap.openstreetmap.fr/de/map/vom-morimont-nach-lutter_320882#13/47.4486/7.2960
    Wanderkarte: ET 3721 - Huningue/Bâle/Sundgau

  • Druckversion: Vom Morimont nach Lutter (pdf)

  • Download: Vom Morimont nach Lutter (gpx)

  • Startpunkt: Hôtel Le Morimont. Ab der D 41 zwischen Oberlarg und Levoncourt ausgeschildert und über einen Wirtschaftsweg erreichbar.
    Koordinaten (Dezimalgrad - WGS 84): 47.445694° / 7.218893° oder mit Google Maps herkommen: https://goo.gl/maps/2QLEaryMawZFNPWR8

  • Endpunkt: Auberge et Hostellerie Paysanne, Lutter. Zurück zum Startpunkt ausschließlich mit eigenem PKW oder Taxi.

  • Ungefähre Länge:
    23,6 km

  • Anstieg:
    642 m (Abstieg 748 m)

  • Anforderungen: Schwere Wanderung auf gut markierten Waldwegen und -pfaden mit asphaltierten Streckenabschnitten. Da es auf dieser Tour wenig Schatten gibt, ist vor allem im Sommer jeglicher Sonnenschutz empfehlenswert.

  • Einkaufsmöglichkeiten: Keine - Lunchpaket vom Hôtel Le Morimont nach Absprache.

  • Einkehr: Im Hôtel Le Morimont , in Lucelle , im Hôtel Restaurant Le Petit Kohlberg und in Lutter .

  • Übernachtungsmöglichkeiten: Im Hôtel Le Morimont , in Lucelle , im Hôtel Restaurant Le Petit Kohlberg und in Lutter .

  • Hinweise: Die Drei-Burgen-Tour hat eine eigene Markierung, die die Burg Morimont stilistisch darstellt: Circuit des Trois Châteaux (stilisierte Burg auf braunem Hintergrund). Diese befindet sich an jeder Kreuzung auf oder neben den Richtungsweisern des Vogesenclubs und ist manchmal etwas versteckt. Generell sind die Markierungen teilweise erst auf den zweiten Blick zu erkennen, wer Karten lesen kann, ist definitiv im Vorteil! Auf den Abschnitten zwischen den Kreuzungen ist sie in der Regel nicht vorhanden und wir folgen den herkömmlichen Markierungen des Vogesenclubs.

Wegbeschreibung

Am Hôtel Le Morimont wenden wir uns nach Süden und folgen dem Weg durch eine Wiese mit der Markierung Gelbes Rechteck (E5) Richtung Lucelle. Nach etwa 400 Metern können wir die schönste Aussicht auf die Burg Morimont genießen. Nach einer Linkskurve gelangt das Hotel wieder ins Blickfeld und fügt sich in die liebliche Landschaft. Der Weg führt uns dann durch Wald und immer steiler hinauf zum Rocher des Sorcières (1), von dem wir eine schöne Aussicht nach Norden auf Morimont, Oberlarg und in der Ferne die Vogesen genießen können.

Der Weg führt uns nun auf das Hochplateau und es geht durch eine Wiese zu der Ferme Ebourbette, bei der Schilder die Französisch-Schweizer Grenze markieren. Dort steht noch ein alter Grenzstein, der einen Berner Bär aus Zeiten der Berner Vorherrschaft zeigt. Wir folgen weiterhin dem Weg mit der Markierung Gelbes Rechteck (E5), der uns auf der Französisch-Schweizer Grenze meist durch Wald hinab zu einer Straßenkreuzung führt. Wir überqueren die Straße und laufen parallel zur D 432 durch Weiden. Hinter dem Bauernhof halten wir uns links, überqueren die D 432 und folgen dem asphaltierten Weg rechts vor dem Rathaus von Lucelle (Markierung Gelbes Rechteck (E5)). Wir umrunden den kleinen Friedhof und erreichen hinter einem schönen Tor das ehemalige Kloster von Lucelle (2). Wer möchte, kann der Straße nach rechts zum See (Etang de Lucelle) folgen und diesen umrunden.

Kloster von Lucelle

Das Kloster von Lützel (Lucelle) wird 1123 von den Gebrüdern Hugues, Amédée und Richard de Montfaucon erbaut. Ein Jahr später lassen sich auch Mönche aus der Zisterzienserabtei von Bellevaux aus der Franche-Comté hier nieder. Durch die dynamische Gemeinschaft und der Schenkung von Ländereien, werden Zweigabteien bis zum Bodensee und Maulbronn errichtet. Vom 14. bis zum 16. Jahrhundert wird das Kloster mehrfach geplündert und 1356 durch ein Erdbeben zerstört. Doch es wird immer wieder aufgebaut und erlebt im 17. Jahrhundert eine erneute Blütezeit. In dieser Zeit wird auch der Weiher und die Industrie bestehend aus zwei Hochöfen, zwei Hammerschmieden, einer Drahtzieherei, zwei Sägereien, einer Gerberei und einer Glashütte errichtet. Zu dieser Zeit leben etwa 320 Menschen in Lützel. Aufgrund von ausländischer Konkurrenz und schlechter Verkehrsanbindungen verfällt die Industrie und das Kloster im 19. Jahrhundert. Heute ist fast nichts mehr von dem Kloster zu sehen. An dessen Stelle steht das "Maison Ste-Catherine", eine von Schwestern geführte Sozial- und Haushaltschule.

Von Lucelle aus gehen wir zurück durch den Torbogen zum kleinen Friedhof. Etwas oberhalb von der Abzweigung folgen wir rechts dem Pfad mit der Markierung Gelbes Dreieck Richtung Kohlberg. An der Abzweigung halten wir uns rechts und folgen dem unteren Pfad mit der Markierung Gelbes Dreieck.

Nach einer Weile führt uns der Weg im Zickzack bergauf und bald darauf ein Tal zu durchqueren. Wir folgen dem Forstweg wieder bergauf und erreichen eine große Weidefläche. Der Weg verläuft nun am Waldrand und kurz darauf an einer Baumreihe entlang bevor wir eine kleine Straße erreichen. Hier gibt es die Möglichkeit rechts einen Abstecher zum Hôtel Restaurant Le Petit Kohlberg zu machen.

Wir folgen der Straße mit der Markierung Gelbes Dreieck geradeaus an einem ehemaligen Bunker vorbei wieder in den Wald hinein und bis zum Parkplatz mit Schutzhütte (Plateau de la Charrière). Rechts unter einer ausladenden Linde befindet sich das Bildstoeckle (3).

Bildstoeckle

Ursprünglich stand hier eine Steinstele, die dem Heiligen St-Antoine gewidmet war. Durch die Witterung zerstört, wurde ein neuer Bildstock aus Eichenholz errichtet. An dieser Stelle stationierten 1939 die Marokkanischen Soldaten, die diesen Teil der Maginot-Linie bewachten.

Wir folgen nun dem Weg mit der Markierung Gelber Ring Richtung Neuneich und halten uns an der Gabelung rechts. Nach einer Weile öffnet sich der Blick nach rechts und wir wandern durch die wunderschöne Allée des Hêtres (Buchenallee), die 1880 durch Pflanzung angelegt wurde. Wir wandern nun unterhalb des westlichen Gipfels des Glaserberges, dessen Name an die ehemaligen Glashütten erinnert und gelangen nach einer Weile zum Col du Neuneich (4), an dem sich ein Aussichtspunkt nach Norden und sich noch Reste eines Bauernhofes befinden.

Wir folgen dem Chemin Schluraff und der Markierung Rotes Andreas­kreuz Richtung Blochmont. An der nächsten Gabelung folgen wir dem linken Weg und nach weiteren 200 Metern halten wir uns rechts und folgen nun dem Pfad mit unserer Markierung hinauf zum Le Horni (5).

Der Weg führt uns nun auf der Höhe und am Waldrand entlang. Nach etwa einem Kilometer biegen wir scharf rechts auf den Weg mit der Markierung Circuit des Trois Châteaux (stilisierte Burg auf braunem Hintergrund) ab und erreichen den Hornihof (wer möchte, kann sich hier über die Züchtung von Lamas und asiatischen Herdenschutzhunden informieren ). Wir biegen scharf links ab und folgen nun dem Weg mit der Markierung Rotes Andreas­kreuz (Sentier inférieur) am Steinerhof vorbei bis zum Parkplatz. Dort steigen wir rechts den Pfad hinauf zur Burg Blochmont (6).

Burg Blochmont

Die Burg Blochmont wird 1271 zum ersten Mal erwähnt. Ab 1324 geht sie als Lehen an die Habsburger. Nach der Zerstörung durch das Erdbeben von 1356 wird die Burg zunächst wiedererbaut. 1449 wird sie von Baseler Truppen zerstört und daraufhin verlassen. Heute stehen lediglich noch ein paar Mauern.

Wir gehen zurück zum Parkplatz und folgen unserem Hinweg zur ersten Abzweigung, an der wir rechts abbiegen und den Weg mit der Markierung Rotes Andreas­kreuz Richtung Lutter folgen. Der letzte Anstieg des Tages führt uns in den Wald und zu einem ehemaligen Bunker, den wir rechts liegen lassen. Der Weg mit der Markierung Rotes Andreas­kreuz führt uns nun teilweise in Kehren hinunter zur Straße (D 21b). Wir überqueren sie und folgen geradeaus dem Weg mit der Markierung Rot-weiß-rotes Recht­eck Richtung Lutter. Ein paar Meter weiter biegen wir rechts ab und folgen unserem Wanderweg in leichtem Gefälle in ein Wiesental hinein. Hinter der Bachüberquerung biegen wir links ab und sehen vor uns eine Statue des St-Joseph. Wir folgen nun dem Weg mit der Markierung Rot-weiß-rotes Recht­eck und Gelbe Raute nach Lutter und gehen im Ort immer geradeaus. In der Ortsmitte biegen wir rechts in die Rue de Wolschwiller ab und erreichen die Auberge und Hostellerie Paysanne.

Lutter

In Lutter stehen einige hübsche Steinhäuser aus dem 16. Jahrhundert. Das Berühmteste steht in der Rue de Kiffis, wurde 1542 erbaut und "Tribunal" genannt.

Wichtige Hinweise

Das Be­treten der hier auf­ge­führ­ten und be­schriebenen Orte ge­schieht gänz­lich auf eigene Ge­fahr!
Alle An­gaben ohne Ge­währ!

Bitte be­achte und be­rück­sichtige un­bedingt die Warn­schilder des Jagd­betriebs (haupt­sächlich im Herbst) und der Fällungs­arbeiten. Vor allem bei den Fällungs­arbeiten herrscht Lebens­gefahr.

Bitte be­achte, dass die Strecken der Wanderungen und Burg­zugänge zwischen­zeitlich geändert sein können. Falls dies der Fall sein sollte, würde ich mich über eine kurze Nachricht an adminwanderparadies-wasgau.de oder über das Kontaktformular freuen, vielen Dank!

Einige angegebene Park­plätze sind keine offiziellen Park­plätze, sondern Stellen am Straßen- oder Weg­rand. Bitte respektiere diese Stellen und die Natur.

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