Rund um den Kirchberg

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Durch Berg und Thal, Wiesen und Felder

Diese Wanderung führt uns um den Kirchberg herum, dem Wahrzeichen des Krummen Elsasses und kombiniert zwei Themenwege zur lokalen Geologie, Geografie und Geschichte. Sie beginnt am Kirchberg mit seiner alten Kapelle und dem schönen Ausblick auf das Krumme Elsass und führt uns hinab zum Dörfchen Thal-Drulingen. Durch das Dorf geht es anschließend über Feld und Wiese zum Nachbardörfchen Berg. Nach der Dorfbesichtigung führt uns der Weg unterhalb vom Kirchberg zum alten Wingert und abschließend zurück zum Startpunkt. Seit jeher sind die beiden Dörfer Thal-Drulingen und Berg mit dem Kirchberg verbunden und obendrein gibt es eine Legende, die scheinbar erklärt warum Thal höher liegt als Berg.

Praktische Informationen

Wegbeschreibung

Wir folgen dem Weg geradeaus zur Kirchberg-Kapelle (1). Folgen wir dem Weg um das Haus herum, können wir eine schöne Aussicht auf das Krumme Elsass genießen.

Kirchberg

Die St. Martinskirche auf dem Kirchberg ist ein Überbleibsel des ehemaligen und verschwundenen Dorfes Berg. Erstmals im 8. Jahrhundert n. Chr. erwähnt, gehörte es zur Abtei von Wissembourg. Mitte des 13. Jahrhunderts ging es an die Grafschaft von Sarrewerden.

Das alte Berg stand nicht direkt um die Kirche herum, sondern etwas hangabwärts in nördlicher und östlicher Richtung, um etwas geschützter vor den kalten Nordwinden zu sein. Außerdem zeigen die Fenster des Bergkirchels nach Norden und Osten.

Der runde Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert wurde 1944 zerstört und 3 Jahre später originalgetreu wiedererbaut. Seit jeher ist diese weiße Kirche auf dem weithin sichtbaren Kirchberg Wahrzeichen des Krummen Elsasses.

Wir gehen zurück zur Wegspinne zwischen Kapelle und Parkplatz und folgen rechts dem Weg mit der Markierung Blauer Ring. Nach etwa 100 Metern biegen wir rechts ab und folgen im Schatten des Waldes unserem Wanderweg bis zu einer Abzweigung.

Variante 1

Wer sich für die kurze Variante entschieden hat, biegt an der Abzweigung rechts ab und folgt weiterhin dem Weg mit der Markierung Blauer Ring zum alten Wingert (4) und anschließend wieder hinauf zum Parkplatz.

Der Verlauf der Variante 1 ist in der Karte rot gestrichelt.

An der Abzweigung biegen wir links ab und folgen nun dem Weg mit der Markierung Gelber Ring. Am Waldrand bietet sich uns vor dem Abstieg ein schöner Blick auf das Dorf Thal-Drulingen. Durch Felder geht es auf dem Kirchbergpfad hinab ins Dörfchen, wo wir der Rue de la Mairie nach links bis zum Brunnen (Thal-Drulingen) (2) folgen.

Thal-Drulingen

Das Dorf Thal-Drulingen (hier oft nur Thal genannt) ist ein typisches "Nest-Dorf" (Haufendorf), welches eher eine runde Form aufweist. Zwar war man so besser gegen Feinde gewappnet, hatte aber einen entscheidenden Nachteil, dass die bestellten Felder nicht direkt an den Häusern lagen.

Bevor die beiden Kirchen im späten 19. Jahrhundert erbaut wurden, pilgerten die Einwohner jeden Sonntag den Kirchbergpfad zur Kapelle hinauf.

Früher, als es noch kein fließendes Wasser gab, waren die Dorfbrunnen der wichtigste Wassergewinnungsplatz. Damit diese in ordentlichem und sauberem Zustand blieben, musste jeder Haushalt abwechselnd den Brunnen putzen. Dazu diente der Brunnenstock, auf dem die Namen der Haushalte eingeritzt sind. Nach jedem Putzen wurde er dem nächsten gereicht - so wusste jeder wann er dran ist und niemand konnte sich vor dem Putzdienst drücken.

Berg und Thal

Berg und Thal(-Drulingen) sind benachbarte Dörfer und kurioserweise liegt Thal etwas höher als Berg. Vor geraumer Zeit war es genau andersrum und Berg lag etwas höher als Thal.

Die Einwohner von Berg beschwerten sich über den steilen Aufstieg zu ihrem Dorf und die kalten Winde, Winterstürme und Sommerdürren. Die Einwohner von Thal waren ebenfalls unzufrieden und beschwerten sich über den steilen Abstieg zu ihrem Dorf, das von Büschen versteckt wurde und über Wassernot.

Gott hat das Leiden sehr wohl mitbekommen und wusste was den Leuten fehlte: eines Tages wachten die Einwohner Berg in Thal und die Einwohner von Thal in Berg auf. Seitdem wurden die Ortsnamen getauscht.

An der Straßenkreuzung biegen wir rechts ab (Markierung Gelber Ring) und folgen der Rue Principale (D 96 Richtung Mackwiller) an den beiden Kirchen vorbei. Nach der scharfen Rechtskurve biegen wir rechts in die Rue du Schlossberg ab und folgen dieser geradeaus. Die Rue des Prés führt uns in ein kleines Neubaugebiet und an der Abzweigung halten wir uns rechts. Wir folgen dem Weg mit der Markierung Gelber Ring, der einen Bach mit einem Rechtsknick überquert.

Wir gelangen zurück zur Rue de la Mairie und folgen ihr nun nach links und aus dem Dorf hinaus. Nach einer Weile biegen wir links auf einen Feldweg ab und folgen unserer Markierung Gelber Ring ins Unterdorf von Berg. Wir folgen geradeaus der Rue du Presbytère und anschließend der Rue de la Poste über den Muhlbach. Dort biegen wir rechts ab und folgen der Rue Principale an der Kirche, dem Restaurant und dem Rathaus vorbei bis zur alten Schmiede (Ancienne forge) im Mitteldorf von Berg (3).

Berg

Das Dörfchen Berg besteht aus drei Teilen: dem Unter-, Mittel- und Oberdorf. Während das Unterdorf Elemente eines Haufendorfes wie Thal zeigt, handelt es sich beim Mittel- und Oberdorf um ein Straßendorf. Der urspprüngliche Grund für diese Form war der Zugang zum Muehlbach.

In Berg gibt es noch einige historische Häuser zu sehen, unter anderem das ehemalige Pfarrhaus (Presbytère protestant) im Unterdorf, die Stengelkirche, das Vogthaus (Maison du bailli) und die alte Schmiede (Ancienne forge) im Mitteldorf.

Wir folgen der Rue Principale zurück und biegen links in die Rue des Saules ab. Nach der Bachüberquerung folgen wir rechts dem Weg mit unserer Markierung Gelber Ring und biegen links in die Rue de la Poste ab. An der Kreuzung halten wir uns links und folgen dann geradeaus der Impasse du Kirchberg (Makierung Gelber Ring).

Etwa 150 Meter hinter dem Hesslinger Brunne, der immer noch die einzige Quelle des Kirchberges ist, biegen wir links ab und folgen nun dem Weg mit der Markierung Blauer Ring unterhalb des Kirchberges zum alten Wingert (4).

Wir folgen unserem Weg geradeaus weiter und biegen dann rechts auf den asphaltierten Weg ab. An der darauffolgenden Kreuzung biegen wir rechts ab (Markierung Blauer Ring) und gelangen zurück zum Parkplatz.

Wichtige Hinweise

Das Be­treten der hier auf­ge­führ­ten und be­schriebenen Orte ge­schieht gänz­lich auf eigene Ge­fahr!
Alle An­gaben ohne Ge­währ!

Bitte be­achte und be­rück­sichtige un­bedingt die Warn­schilder des Jagd­betriebs (haupt­sächlich im Herbst) und der Fällungs­arbeiten. Vor allem bei den Fällungs­arbeiten herrscht Lebens­gefahr.

Bitte be­achte, dass die Strecken der Wanderungen und Burg­zugänge zwischen­zeitlich geändert sein können. Falls dies der Fall sein sollte, würde ich mich über eine kurze Nachricht an adminwanderparadies-wasgau.de oder über das Kontaktformular freuen, vielen Dank!

Einige angegebene Park­plätze sind keine offiziellen Park­plätze, sondern Stellen am Straßen- oder Weg­rand. Bitte respektiere diese Stellen und die Natur.

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