Von Sarre-Union nach Diemeringen

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Etappe 3 von 5

Diese Wanderung beschreibt die dritte Etappe der Mehrtagestour von Sarrebourg nach Ingwiller. Sie beginnt im geschichtsträchtigen Sarre-Union und führt entlang der Straße nach Rimsdorf. Von dort geht es über einen Höhenrücken mit Blick zu den Mittelvogesen zum Kirchberg, dem Wahrzeichen des Krummen Elsasses. Anschließend führt uns der Weg hinab ins Tal zu dem Bauerndorf Berg. Durch Ackerflächen und Weiden gelangen wir nach Mackwiller, wo wir römische Thermen und ein römisches Mausoleum begutachten können. Der letzte Teil unserer Wanderung führt uns alsbald nach Diemeringen, dem Ziel dieser Tour.

Praktische Informationen

Wegbeschreibung

Wir folgen der Rue de la Gare parallel der Bahnlinie nach Norden und biegen rechts auf die Place de la République ab. Wir überqueren die D 1061 und folgen geradeaus der Grand Rue in die Altstadt. Wir passieren das Rathaus und die St-Georgs-Kirche. An der Gabelung halten wir uns rechts und folgen der Rue des Tonneliers. An der zweiten Möglichkeit biegen wir rechts in eine Straße ohne Namen ab. Anschließend folgen wir geradeaus der Rue du Presbytère. Kurz darauf biegen wir links in die Rue du Chalet ab. An deren Ende biegen wir rechts ab und folgen nun der Rue de Rimsdorf (D 92) bis Rimsdorf. Ab dem Ortsausgang von Sarre-Union folgen wir zusätzlich der Markierung Gelbes Dreieck.

Auf der Höhe der Mairie (Rathaus) von Rimsdorf biegen wir rechts in die Rue de l'Ecole ab und folgen der Markierung Gelbes Dreieck. Vor einem Wäldchen biegen wir links ab und erreichen erneut die Straße, der wir nach rechts folgen. Auf der anderen Straßenseite befindet sich eine 300-jährige Stiel-Eiche.

An der zweiten Gabelung lassen wir die Straße links liegen, halten uns rechts und folgen geradeaus dem zunächst asphaltierten Weg mit der Markierung Gelbes Dreieck. Der Weg führt nun sehr gemütlich auf einem Höhenrücken entlang und bei guter Sicht können wir vor uns die Mittelvogesen sehen. Nach und nach kommt auch die Kirchbergkapelle immer mehr in unser Blickfeld. Wir folgen dem breiten Feldweg, der nach einer Weile wieder asphaltiert ist und erreichen eine kleine Straße. Wir folgen ihr ein paar Meter nach rechts bevor wir links auf einen Feldweg abbiegen (Markierung Gelbes Dreieck).

Nach einer Weile stoßen wir auf eine Straße (D 96) und folgen ihr nach rechts. Vor dem Wald biegen wir links ab und folgen dem Weg mit der Markierung Gelbes Dreieck am Waldrand entlang. An einer Abzweigung vor einer Weide halten wir uns rechts und erreichen schnell die Kirchberg-Kapelle (1).

Kirchberg

Die St. Martinskirche auf dem Kirchberg ist ein Überbleibsel des ehemaligen und verschwundenen Dorfes Berg. Erstmals im 8. Jahrhundert n. Chr. erwähnt, gehörte es zur Abtei von Wissembourg. Mitte des 13. Jahrhunderts ging es an die Grafschaft von Sarrewerden.

Das alte Berg stand nicht direkt um die Kirche herum, sondern etwas hangabwärts in nördlicher und östlicher Richtung, um etwas geschützter vor den kalten Nordwinden zu sein. Außerdem zeigen die Fenster des Bergkirchels nach Norden und Osten.

Der runde Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert wurde 1944 zerstört und 3 Jahre später originalgetreu wiedererbaut. Seit jeher ist diese weiße Kirche auf dem weithin sichtbaren Kirchberg Wahrzeichen des Krummen Elsasses.

Wir lassen die Kirche rechts liegen und folgen geradeaus und abwärts dem Pfad mit der Markierung Blaues Dreieck Richtung Diemeringen. Kurz darauf biegen wir rechts ab und folgen dann immer geradeaus unserer Markierung, passieren den Hesslinger Brunne (einzige Wasserquelle des Kirchberges) und erreichen das Bauerndorf Berg.

Berg und Thal

Berg und Thal(-Drulingen) sind benachbarte Dörfer und kurioserweise liegt Thal etwas höher als Berg. Vor geraumer Zeit war es genau andersrum und Berg lag etwas höher als Thal.

Die Einwohner von Berg beschwerten sich über den steilen Aufstieg zu ihrem Dorf und die kalten Winde, Winterstürme und Sommerdürren. Die Einwohner von Thal waren ebenfalls unzufrieden und beschwerten sich über den steilen Abstieg zu ihrem Dorf, das von Büschen versteckt wurde und über Wassernot.

Gott hat das Leiden sehr wohl mitbekommen und wusste was den Leuten fehlte: eines Tages wachten die Einwohner Berg in Thal und die Einwohner von Thal in Berg auf. Seitdem wurden die Ortsnamen getauscht.

Wir gehen geradeaus weiter und folgen der Rue de la Poste zur Ortsmitte des Unterdorfes von Berg. An der Kreuzung biegen wir links in die Rue du Presbytère ab. An der nächsten Möglichkeit biegen wir rechts ab, überqueren den Muehlgraben und folgen dann links dem Feldweg (Muehlweg) mit der Markierung Blaues Dreieck.

Sobald wir den Ort verlassen haben, können wir links schöne Blicke zum Kirchberg werfen. Der Weg führt uns durch Acker- und Weideland und unterquert die ehemalige Bahnlinie von Diemeringen nach Réding. Kurz danach biegen wir links ab, passieren die Froeschmuehle und erreichen nach Überqueren der ehemaligen Bahnlinie die Straße D 96 (Markierung Blaues Dreieck).

Wir folgen der Straße nach rechts bis nach Mackwiller. Dort biegen wir links in die Haupstraße und anschließend rechts in die Rue de l'Eglise ab. Wir umrunden die Kirche halb und biegen rechts in die Rue de l'Ecole ab (Markierung Blaues Dreieck). An der nächsten Abzweigung gehen wir zunächst geradeaus weiter und erreichen nach ungefähr 200 Metern die Reste einer römischen Therme (2). Etwa 200 Meter weiter befindet sich auf linker Seite das römische Mausoleum.

Gottheit Mithra

Auf dem Westhang des Totenberges wurden Reste eines römischen Tempels gefunden, der der Gottheit Mithra gewidmet war. Archäologen fanden dort über 400 Münzen aus dem 3. und 4. Jahrhundert. Doch schon 4. Jahrhundert wurde der Tempel durch Plünderungen vollständig zerstört und nicht wiedererbaut.

Heute sieht man nichts mehr von diesem Tempel, aber auf dem gegenüberliegenden Hang, auf dem sich heute Mackwiller befindet, wurden riesige Ruinen einer römischen Villa freigelegt. Wahrscheinlich gehörte sie dem reichen Menschen, der den Tempel errichten ließ. Bestimmt war für ihn das nahgelegene Mausoleum erbaut worden.

Wir gehen anschließend zurück zur Abzweigung und folgen rechts der Rue de l'Ecole (Markierung Blaues Dreieck). Hinter der Streuobstwiese biegen wir links auf den Grasweg ab. Dieser führt uns zu einer Straße, der wir nach rechts bis Diemeringen folgen (Markierung Blaues Dreieck).

Wir unterqueren die Bahnlinie und überqueren auf der anderen Straßenseite den Parkplatz. Im Zentrum des Parkplatzes befinden sich die letzten sichtbaren Reste der Burg von Diemeringen. Links davon folgen wir dem Fußweg, der uns zur Impasse du Château führt. Dort biegen wir links ab und folgen dem Fußweg zum Bahnhof von Diemeringen hinauf.

Die Salzfee

Als 1677 die Truppen von Turenne das Städtchen Diemeringen belagerten, passierten recht seltsame Dinge. Eine mysteriöse Gestalt so durchsichtig wie ein Salzkristall erschien hier und dort zwischen den Soldaten und schmiss deren Kochtöpfe um. Die Soldaten nannten diese Gestalt die Salzfee. Sie tauchte so lange auf, bis die ausgehungerten Soldaten die Belagerung aufgaben und sich auf einen kleinen Hügel zurückzogen, dessen heutiger Name die "Schanze" ist.

Nachdem das Städtchen doch erfolgreich eingenommen worden war und man das Drama der Salzfee vergessen hatte, bemerkte man, dass das Vieh, das auf der von der Salzfee heimgesuchten Wiese grasten, krank wurden. Die Salzfee wurde auch erneut gesichtet und zog sich zu einer Quelle mit Salzwasser zurück. Noch heute taucht sie unverhofft auf und erschrickt die Menschen.

Die weiße Dame von Diemeringen

Es war einmal eine Frau, die eines Tages noch vor Sonnenaufgang Flammenkuchen zubereitete. Plötzlich erschien eine weiße Dame mit einem Körbchen unterm Arm am Küchenfenster und bat einen Flammenkuchen zu bekommen. Die Frau erschrak und gab ihn ihr wortlos. Zum Dank erhielt sie das Körbchen. Von diesem Moment an war sie von ihrer Armut befreit, starb aber kurze Zeit später.

In dieser Gegend glaubt man an Feen, die armen Menschen ein Körbchen schenken. Allerdings darf man während der Übergabe kein Wort sagen, sich also nicht bedanken und es auch erst öffnen wenn man zuhause angekommen ist.

Der Schwan

Es lebte einmal ein Hellseher in Diemeringen. Er war ein feinfühliger, gutmütiger und großzügiger Mensch, der von allen geachtet wurde. Eines Tages sagte er seiner Frau, dass er bald sterben würde. Um seine Frau zu trösten sagte er ihr, dass drei Tage nach seinem Tod ein weißer Schwan zu ihr kommen würde und um den sie sich kümmern solle. So lange der Schwan in ihrer Nähe bliebe, würde ihr nichts zustoßen.

Es kam wie unser Hellseher gesagt hatte. Er starb und drei Tage später erschien ein prächtiger Schwan. Er folgte der Witwe auf Schritt und Tritt, doch irgendwann hatte sie es satt von diesem Tier verfolgt zu werden. Sie bat eine Bedienstete den Schwan fortzutragen. Als die Bedienstete den Schwan packte, ließ er sich widerstandslos mitnehmen, schaute die undankbare Witwe an und stieß Trauerschreie aus.

Die Bedienstete lief nach Asswiller, wo sie den Schwan aussetzte. Er verschwand und ward nie wieder gesehen. Manchmal hört man seine Trauerschreie. Von diesem Tag an ging es der Witwe merklich schlechter und sie vegetierte noch eine kurze Zeit bevor sie selbst auch starb.

Wichtige Hinweise

Das Be­treten der hier auf­ge­führ­ten und be­schriebenen Orte ge­schieht gänz­lich auf eigene Ge­fahr!
Alle An­gaben ohne Ge­währ!

Bitte be­achte und be­rück­sichtige un­bedingt die Warn­schilder des Jagd­betriebs (haupt­sächlich im Herbst) und der Fällungs­arbeiten. Vor allem bei den Fällungs­arbeiten herrscht Lebens­gefahr.

Bitte be­achte, dass die Strecken der Wanderungen und Burg­zugänge zwischen­zeitlich geändert sein können. Falls dies der Fall sein sollte, würde ich mich über eine kurze Nachricht an adminwanderparadies-wasgau.de oder über das Kontaktformular freuen, vielen Dank!

Einige angegebene Park­plätze sind keine offiziellen Park­plätze, sondern Stellen am Straßen- oder Weg­rand. Bitte respektiere diese Stellen und die Natur.

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