Englishberg, Ochsenstall und Meisenbach

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Durch stille Wälder

Diese Wanderung beginnt in Sparsbach und führt uns durch wenig frequentierte Wälder. Der führt hinauf zum Englishberg, der mit einigen Felsen und zwei Aussichtspunkten das erste Highlight darstellt. Es gibt einen Ost- und einen West-Aussichtspunkt. Beide eignen sich als hervorragende Rastplätze. Anschließend geht der Weg hinab und führt uns zu einem schönen Felsen, dem Ochsenstall. Über die mageren Reste der Burg Meisenbach und dem Rocher de l'Autel geht es durch das Meisenbachtal zurück nach Sparsbach.

Praktische Informationen

Wegbeschreibung

Wir folgen dem Weg mit der Markierung Rot-weiß-rotes Recht­eck nach Nordosten Richtung Englishberg und lassen den Sportplatz links liegen. An einer Abzweigung halten wir uns links, folgen dem breiten Forstweg (Chemin de Wimmenau) mit der Markierung Rot-weiß-rotes Recht­eck und passieren eine Haarnadelkurve. An der Wendeschleife des Forstweges gehen wir halblinks und folgen unserer Markierung zu einer Abzweigung am Fuße des Englishberges. Dort biegen wir halbrechts ab und folgen dem Pfad mit der Markierung Rot-weiß-rotes Recht­eck Richtung Englishberg, Wimmenau den Englishberg hinauf. Wir wandern rechts auf den Bergrücken und zwischen Felsen führt uns der Weg hinauf zum östlichen Aussichtspunkt Englishberg Ost (1), von dem wir eine schöne Aussicht nach Südosten genießen können.

Wir gehen den gleichen Weg zurück zur Kreuzung und gehen weiter geradeaus auf dem Bergrücken entlang und gelangen ebenfalls zwischen Felsen zum westlichen Aussichtspunkt Englishberg West (2). Von hier können wir eine schöne Aussicht nach Südwesten genießen.

Der Englishberg

Während des Hundertjährigen Krieges bahnte sich 1365 eine mehrere tausendköpfige englische Armee von Westen her ihren Weg durch die Nordvogesen. Diese Krieger kannten weder Gewissen noch Gesetze und plünderten Dörfer und Höfe auf ihrem Wege.

So kamen sie eines Tages vor die Tore von Ingwiller, welches ihnen jedoch erfolgreich Widerstand leistete. Daraufhin zogen sich die englischen Krieger zurück auf einen Berg in der Nähe des Städtchens. Seitdem heißt dieser Berg "Englishberg". Von ihrem neuen Lager gingen sie reihum auf Raubzüge und wurden später von Armeen Karl IV. nach Süden vertrieben.

Vom zweiten Aussichtspunkt gehen wir über den Bergrücken ebenfalls zurück zur Kreuzung, biegen links ab und steigen den Englishberg auf seiner Nordseite hinab (Markierung Rot-weiß-rotes Recht­eck). An einer Kreuzung biegen wir links ab und folgen nun dem Weg mit der Markierung Blaues Kreuz Richtung Wingen-sur-Moder.

Der Weg umrundet den Englishberg und an einer Abzweigung biegen wir scharf rechts ab und folgen den Markierungen Blaues Kreuz und Rot-weiß-rotes Recht­eck Richtung Wingen-sur-Moder par Moosthal. An einer Kreuzung biegen wir links ab und folgen dem Pfad mit der Markierung Rotes Recht­eck (GR 53) Richtung Erckartswiller bis zum Felsen Ochsenstall (3). Mit seinen Hohlräumen diente der Felsen in früheren Zeiten als Stall, in dem sich die Ochsen der Waldarbeiter ausruhen konnten.

Wir folgen nun dem breiten Forstweg mit der Markierung Rotes Drei­eck Richtung Sparsbach und biegen an einer Abzweigung rechts ab. Wir passieren einen Angelteich und halten uns an der Kreuzung geradeaus. Nach einer Weile biegen wir rechts auf einen etwas unscheinbaren Pfad, der uns in ca. 50 m hinauf zu den Resten der Burg Meisenbach (4) führt.

Über die Geschichte dieser Burg ist leider nur sehr wenig bekannt. Es wird angenommen, dass sie im 2. Jahrhundert als römischer Tempel errichtet wurde und bereits im 4. Jahrhundert verlassen war. Wir überqueren die Reste der ehemaligen Burg und biegen links auf einen Pfad ab, der uns hinab auf einen Fahrweg führt. Diesem folgen wir geradeaus an Felsen vorbei zu einer Kreuzung, an der wir rechts abbiegen und nun dem Weg mit der Markierung Gelbes Kreuz Richtung Sparsbach folgen.

Das weiße Schaf des Meisenbachs

Der Legende nach erblickten die Hirten ein kleines weißes Schaf im Meisenbachtal, das nicht ihren Herden angehörte. Es trank aus dem Bach und graste im Wiesengrund. Das Schaf hätte auch nachts einsamen Fußgängern Gesellschaft geleistet und diese bis zur Straße begleitet.

Direkt nach der Überquerung des Baches biegen wir rechts auf einen Pfad ab (Markierung Gelbes Kreuz) und erreichen schnell den Rocher de l'Autel (Altarsfelsen). Während der Revolution begab sich einst ein Priester hierher, um geheime Messen zu halten. Er nutzte einen großen Felsen als Altar, daher der Name.

Wir folgen dem Weg mit der Markierung Gelbes Kreuz, der nun leicht ansteigt und nach einer Weile auf einen breiten Forstweg stößt zurück zum Startpunkt nach Sparsbach.

Der Schwarze Hund des Waldes

Es war einmal eine schwangere junge Frau, die kurz vor der Geburt ihres Kindes stand. Als die ersten Wehen einsetzten, bat sie ihren Mann die Hebamme aus Weiterswiller zu holen. Daraufhin ging er nach Weiterswiller und trat mit der Hebamme den Weg nach Sparsbach an. Der Weg führte durch den dunklen Wald und bald tauchte — mal rechts, mal links von ihnen — ein schwarzer Hund auf. Sie sprachen beide kein Wort, um den Hund nicht zu reizen. Nach einer Weile kamen sie heil in Sparsbach an und zur großen Freude seiner Eltern, erblickte unter Aufsicht der Hebamme ein kerngesundes Kind die Welt.

Auf dem Rückweg begegneten sie keinem einzigen Lebewesen. Und der schwarze Hund? Traum, Realität oder Legende?

Wichtige Hinweise

Das Be­treten der hier auf­ge­führ­ten und be­schriebenen Orte ge­schieht gänz­lich auf eigene Ge­fahr!
Alle An­gaben ohne Ge­währ!

Bitte be­achte und be­rück­sichtige un­bedingt die Warn­schilder des Jagd­betriebs (haupt­sächlich im Herbst) und der Fällungs­arbeiten. Vor allem bei den Fällungs­arbeiten herrscht Lebens­gefahr.

Bitte be­achte, dass die Strecken der Wanderungen und Burg­zugänge zwischen­zeitlich geändert sein können. Falls dies der Fall sein sollte, würde ich mich über eine kurze Nachricht an adminwanderparadies-wasgau.de oder über das Kontaktformular freuen, vielen Dank!

Einige angegebene Park­plätze sind keine offiziellen Park­plätze, sondern Stellen am Straßen- oder Weg­rand. Bitte respektiere diese Stellen und die Natur.

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