Von Lauterbourg nach Wissembourg

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Auf den "Lauterlinien" (Lignes de la Lauter) an der Grenze zwischen Frankreich und Deutschland

Die "Lauterlinien" sind ein komplexes Graben-, Schleusen- und Verteidigungssystem, das 1706 unter König Ludwig XIV. erbaut wurden. Es handelt sich vor allem um Erdwälle und bis zu 50 Schanzen (Redoutes), die im Westen vom Col du Pigeonnier bis zum Rhein entlang des Flüsschens Lauter verlaufen. Sie waren dazu da feindliche Truppen aus dem Norden abzuhalten und im Notfall das gesamte Lautertal überfluten zu können. Heute befindet sich auf diesem Erdwall ein Wanderweg, der "Sentier des Lignes de la Lauter", der sich entlang der mäandernden Lauter im südlichen Bienwald entlangschlängelt. Diese Strecke wird auch häufig als erste Etappe für die Nordvogesendurchquerung (GR 53) genommen.

Praktische Informationen

Weg­beschreibung

Vom Bahnhof Lauterbourg aus folgen wir der Straße Place de la Gare nach Norden bis zur D 3 und überqueren diese auf dem Zebrastreifen. Der Wanderweg ist mit der Markierung Rotes Recht­eck (GR 53) durchgehend bis Wissembourg, dem Endpunkt dieser Tour ausgeschildert. Lediglich in Lauterbourg machen wir einen kurzen Abstecher zum Unterturm, auch Landauer Tor genannt.

Hierfür folgen wir der Rue de la Gare, passieren eine kleine Kapelle und biegen rechts in die Avenue Clemenceau ab. Immer geradeaus kommen wir zu einem Plätzchen, an dem wir uns halbrechts halten und der Rue de la Caserne folgen. An der nächsten Abzweigung laufen wir geradeaus weiter (rechts befindet sich die alte Kaserne) und stoßen dann automatisch auf das Landauer Tor (Tour du Bas, Porte de Landau) aus dem 17. Jahrhundert, wobei die Ostseite des Tors die schönere ist. Unter dem Dach befindet sich eine in den Stein gehauene Sonnenfigur, die dem Sonnenkönig Ludwig XIV. gewidmet ist.

Von hier folgen wir nun der Rue Vauban nach Westen, die in die Rue du Général Mittelhauser übergeht. Nach ca. 300 m befindet sich links in der Rue de la Gare der Metzgerturm (Tour des Bouchers) aus dem 13. Jahrhundert, der Teil der mittelalterlichen Stadtmauer war. Wir folgen weiter der Rue de la Première Armée Richtung Westen. In der Place du Château befindet sich auf der Rückseite des Gebäudes gegenüber des Rathauses (ehemaliger Bischofssitz) ein schöner achteckiger Treppenturm aus dem späten 16. Jahrhundert. Von der mittelalterlichen Burg ist leider nichts mehr zu sehen.

Der Weg folgt erstmal der Hauptstraße und biegt dann rechts in die Rue de la Haute Vienne ab. Am Gemarkungswechsel (Scheibenhard) wird diese zur Rue de la Lauter. Wir folgen dem Weg vorbei an dem Supermarkt zum Kreisverkehr und schließlich über die Autobahn. Kurz hinter dem zweiten Kreisverkehr biegen wir rechts ab und gelangen zum alten Zollhaus der Grenze bei Scheibenhard (1). Weiter geht es in großem Bogen durch die Rue de la Sixième Compagnie bis zur D 3. Hier biegen wir rechts ab und folgen der Straße bis zum Fußballplatz (Stade Municipal) im Wald. Achtung: dort wo die Leitplanke der Straße beginnt, ist man versucht rechts dem Wirtschaftsweg zu folgen, dieser ist jedoch eine Sackgasse.

Hinter dem Fußballplatz geht der Weg rechts auf die Lauterlinien, die nun unsere ständigen Begleiter sein werden. Wir kommen an vielen alten Schanzen (Redoutes) vorbei, wobei die erste Lanzensee heißt. Weiter geht es mal näher mal weiter von der Lauter entfernt zur Niederlauterbacherpassage und schließlich zur Salmbacherpassage (2) (Regenunterstand und Picknicktisch).

Von hier geht der Weg weiter auf dem Erdwall bis zur D 3, die wir überqueren und einen kurzen Teil auf dem ehemaligen Straßenverlauf gehen. Am Ende des Parkplatzes überqueren die Straße erneut und gelangen kurze Zeit später zur Bienwaldmühle (3).

Nach der Bienwaldmühle führt uns der Weg wieder an die Straße, die wir aber dieses Mal nicht überqueren. Wir passieren nun eine vielzahl von Gräben und alten Schanzen bevor wir an einem Klärwerk vorbeikommen. Nachdem sich der Weg vermutlich etwas in die Länge gezogen hat, biegen wir am Anfang des Gewerbegebiets rechts ab und kommen an der Burgruine St-Rémy (4) vorbei. Die Burg aus dem 14. Jahrhundert wurde 1706 als Festung in die Lauterlinien integriert bevor sie im 19. Jahrhundert endgültig zerstört wurde. Heute sieht man nur wenige Fundamente und kann die Form erahnen.

Der Weg führt nun vorbei an den Ruinen des Moulin St-Rémy über die Lauter nach Deutschland. Dort erreichen wir hinter dem Fußballplatz den Bahnhaltepunkt von Schweighofen. Wer die Tour auf 21,6 km verkürzen will (3,9 km kürzer), kann auch hier in den Zug steigen.

Weiter geht es entlang des Flugplatzes Schweighofen-Wissembourg zunächst nach Altenstadt (5) wo die sehenswerte romanische Kirche St-Ulrich steht. Von der Hauptstraße biegen wir rechts ab in die Rue des Etoiles und folgen ihr bis zur Wiese. Dort biegt der Weg rechts ab und gelangt in die Rue des Roseaux. Nach einem Linksknick biegen wir rechts auf die Allée des Peupliers (D 3) ab und folgen der Straße bis zum Bahnhof von Wissembourg.

Wichtige Hinweise

Das Be­treten der hier auf­ge­führ­ten und be­schriebenen Orte ge­schieht gänz­lich auf eigene Ge­fahr!
Alle An­gaben ohne Ge­währ!

Bitte be­achte und be­rück­sichtige un­bedingt die Warn­schilder des Jagd­betriebs (haupt­sächlich im Herbst) und der Fällungs­arbeiten. Vor allem bei den Fällungs­arbeiten herrscht Lebens­gefahr.

Bitte be­achte, dass die Strecken der Wanderungen und Burg­zugänge zwischen­zeitlich geändert sein können. Falls dies der Fall sein sollte, würde ich mich über eine kurze Nachricht an adminwanderparadies-wasgau.de oder über das Kontaktformular freuen, vielen Dank!

Einige angegebene Park­plätze sind keine offiziellen Park­plätze, sondern Stellen am Straßen- oder Weg­rand. Bitte respektiere diese Stellen und die Natur.