Karlstalschlucht, Wilenstein und Trippstadt

Du bist hier: Wanderungen Karlstalschlucht, Wilenstein und Trippstadt

Trippstadter Kleinode

Diese Tour beginnt am Wanderparkplatz Oberhammer bei Trippstadt und führt uns als erstes durch die wunderschöne Karlstalschlucht. Es ist das meistbesuchte Tal im Pfälzerwald, es kann also an schönen Wochenenden sehr voll werden. An der Klug'schen Mühle verlassen wir das Karlstal und steigen hinauf zur Burg Wilenstein. Von dort geht es durch Wiesen hinauf zum Trippstadter Schloss, das leider nicht besichtigt werden kann. Drinnen befindet sich nämlich die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft. Der offen zugängliche Schlossgarten lädt jedoch zur ausgedehnten Rast ein. Anschließend führt uns der Weg durch Trippstadt und hinab ins Kottelbachtal. Am Kapellchen von Neuhof wechselt der Weg die Talseite und führt uns am Sägmühlweiher vorbei und über den Großen Rothenberg zum Gutenbrunnerhof. Ab hier folgen wir der Moosalbe flussabwärts bis zum Startpunkt der Tour.

Praktische Informationen

Wegbeschreibung

Vom Parkplatz aus folgen wir den Treppen mit den Markierungen 4 und Pfälzer Waldpfad hinab ins Tal. Wir bleiben zunächst auf dem rechten Ufer und ignorieren alle Abzweigungen nach rechts oder links. Der Weg wechselt immer am Bach bleibend mehrmals das Ufer. Spätestens am kleinen Holzpavillon befinden wir uns im Herzen der Karlstalschlucht (1).

Karlstalschlucht

Das Karlstal bei Trippstadt ist ein Naturschutzgebiet und wahrscheinlich die einzige Schlucht im gesamten Pfälzerwald. Um das Jahr 1790 wurde Friedrich Ludwig von Sckell mit der Umgestaltung und Erweiterung des Trippstadter Schlossgartens zu einem Landschaftspark im englischen Stil beauftragt. Dabei entdeckte er das Karlstal und schrieb dazu: "Eines der schönsten Thäler, die ich in dieser Art gesehen (...) habe (...), liegt in der Herrschaft Trippstadt (...), damals das Karlstal genannt."

Nach einer letzten Brücke laufen wir nun auf dem linken Ufer am Mittelhammer vorbei und steigen kurz darauf, auf der Höhe eines Holztores mit der Aufschrift "<Karlstalschlucht + Finsterbrunnen>", halbrechts zur Klug'schen Mühle (Wielensteiner Mühle) mit den Markierungen 4 und Gelb-grünes Kreuz ab. Wir folgen der Straße nach links und biegen nach etwa 80 Metern rechts auf den ansteigenden Pfad mit unseren Markierungen ab. Nach kurzem Aufstieg erreichen wir die Burg Wilenstein (2).

Burg Wilenstein

Die Burg Wilenstein wurde vermutlich im 12. Jahrhundert von Kaiser Barbarossa erbaut. 1334 wurde sie zerstört und anschließend als Doppelburg wiedererbaut: die Oberburg als Besitz der Daun-Obersteiner Wildgrafen, die Unterburg als Besitz des Flörsheimer Rittergeschlechts. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde die Burg 1633/1634 endgültig zerstört. Seit 1960 befindet sich hier ein Landschulheim.

Die unglücklich Verliebten

Es war einmal die Tochter des Burgherren von Wilenstein und sie verliebte sich in einen Schäfer. Ihr Vater hatte ihr selbstverständlich längst einen künftigen Gatten aus gutem Hause ausgesucht und ihm auch schon die Hand seiner Tochter versprochen. Doch die Tochter zögerte die Hochzeit hinaus und traf sich regelmäßig und heimlich mit dem Schäfer.

Nach einer Weile wurde es dem Burgherren zu bunt und er befahl seiner Tochter die Vorbereitungen für ihre Hochzeit zu treffen. Nun konnte sie sich nicht mehr mit dem Schäfer treffen. Dieser kam jedoch jeden Tag zur Burg und spielte seine Flöte. Das machte die Tochter jedoch sehr traurig. Mit der Zeit hörte sie sein Flötenspiel immer seltener, bis es gar nicht mehr ertönte.

Als die Hochzeit immer näher rückte, wollte die Tochter ihren Schäfer ein letztes Mal sehen und begab sich zu der Weide, an der sie ihn vermutete. Als sie Schafe blöken hörte, schlug ihr Herz schneller. Doch sie fand nur einen alten Hirten vor, der sie desinteressiert musterte. Sie fragte ihm nach dem jungen Schäfer und er erzählte ihr, dass dieser an seinem gebrochenen Herzen gestorben wäre.

Tränenüberströmt lief sie ins Karlstal und suchte Trost bei einem Klausner. Dieser versuchte sie zu trösten und versprach ihrem Vater alles zu erzählen. Auf dem Rückweg rutschte sie an einer feuchten Stelle aus und fiel in einen Weiher, in dem sie kurz später ertrank. Der Klausner hielt sein Wort und erzählte dem Burgherren die traurige Geschichte. Als Andenken an die beiden Verliebten ließ er einen Hirtenstab und eine Hirtenflöte in einen Stein der Kirche vom Aschbachhof meißeln.

Wir folgen dem Pfad mit den Markierungen 4 und Gelb-grünes Kreuz bergauf und passieren den Wilensteinerhof. An der Abzweigung halten wir uns rechts und folgen dem Asphaltweg hinab ins Tal. Am Steinbrunnen überqueren wir den Kaltenborn und folgen auf der anderen Talseite links den Weg hinauf. Wir passieren die Skulptur "Tor" und folgen ab der Skulptur "Ohne Titel" halbrechts dem gepflasterten Pfad, der uns zur Schlossgartenmauer führt. Nach einer halben Umrundung der Schlossgartenmauer gehen wir rechts durch das Tor in den Schlossgarten und erreichen das Trippstadter Schloss (3). Sollte der Schlossgarten unzugänglich sein, folgen wir links der Steiggasse zur Dorfmitte.

Trippstadter Schloss

Das Trippstadter Schloss wurde 1767 durch Franz Karl Freiherr von Hacke, Kurpfalz als "Maison de la Campagne" mit einem Garten im französischen Stil für sich und seine Gemahlin Amönia fertiggestellt. 1776 wird durch den Mannheimer Physiker Johann Jakob Hemmer der erste Blitzableiter der Pfalz auf dem Schloss angebracht. 1794 wurde das Schloss von französischen Truppen teilweise zerstört. 1885 wurde ein staatliches Forstamt im Schloss eingerichtet, das später auch als Waldbauschule fungiert. Seit 1987 befindet sich hier der Dienstsitz der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft.

Links am Schloss führt uns ein Pfad zur Hauptstraße, der wir nach links folgen. Am Eisenhüttenmuseum ist das Original des Johaniskreuzes zu sehen. Wir folgen der Hauptstraße zur Dorfmitte und biegen rechts in die Heidenkopfstraße ab. Wir folgen unseren Markierungen 4 und Gelb-grünes Kreuz und halten uns an der Gabelung rechts. An der nächsten Rechtskurve folgen wir geradeaus dem grasigen Pfad.

Variante 1

Wer sich für die kürzere Variante entschieden hat, folgt am Waldrand rechts dem Pfad mit der Markierung 3, der uns direkt zum Startpunkt dieser Tour führt.

Der Verlauf der Variante 1 ist in der Karte rot gestrichelt.

Der Weg führt uns in den Wald und wir folgen ihm geradeaus mit der Markierung 4 an einer Mauer entlang. Es geht jetzt unterhalb der Häuser im Wald entlang. Wir passieren ein Seitental und queren dort einen Forstweg. Unser Weg mit der Markierung 4 verläuft auf einer Halbhöhe und bald erreichen wir eine Kreuzung. Wir halten uns halbrechts und steigen in den Ortsteil Neuhof (4) ab.

Am Kapellchen geht es geradeaus in den Landauer Weg und vor dem ersten Haus rechts auf den Grasweg. Nach etwa einem Kilometer biegen wir halbrechts auf einen unbefestigten Weg ab, der uns zum Sägmühlweiher führt. Dort geht es geradeaus weiter, sodass wir den Zeltplatz rechts liegen lassen. Nach einer langgezogenen Linkskurve folgen wir halblinks unserem Weg mit der Markierung 4 bergauf.

Wir queren einen Forstweg und lassen den Gipfel des Großen Rothenbergs links liegen. Dem nächsten Forstweg folgen wir nach links, bevor es nach etwa 250 Metern rechts hinab geht. An der Gabelung halten wir uns anschließend links und folgen unserem markierten Pfad bergab ins Moosalbtal. Unten geht es rechts auf den Forstweg und etwa 100 Meter weiter links durch ein Tor zum Gutenbrunnerhof (5).

Hier folgen wir dem Weg mit den Markierungen 4 und Pfälzer Waldpfad nach rechts durch das schöne Moosalbtal. Wir passieren ein weiteres Tor und später die Uralte Schmelz und laufen anschließend zwischen Straßenleitplanke und Weiher nach Oberhammer. Wir überqueren die Stichstraße, laufen links durch die Häuser von Oberhammer und erreichen kurz darauf den Startpunkt dieser Tour.

Wichtige Hinweise

Das Be­treten der hier auf­ge­führ­ten und be­schriebenen Orte ge­schieht gänz­lich auf eigene Ge­fahr!
Alle An­gaben ohne Ge­währ!

Bitte be­achte und be­rück­sichtige un­bedingt die Warn­schilder des Jagd­betriebs (haupt­sächlich im Herbst) und der Fällungs­arbeiten. Vor allem bei den Fällungs­arbeiten herrscht Lebens­gefahr.

Bitte be­achte, dass die Strecken der Wanderungen und Burg­zugänge zwischen­zeitlich geändert sein können. Falls dies der Fall sein sollte, würde ich mich über eine kurze Nachricht an adminwanderparadies-wasgau.de oder über das Kontaktformular freuen, vielen Dank!

Einige angegebene Park­plätze sind keine offiziellen Park­plätze, sondern Stellen am Straßen- oder Weg­rand. Bitte respektiere diese Stellen und die Natur.

  • Diese Seite wurde in 0.125812 Sekunden geladen und zuletzt am 21.06.2021 um 19:27:42 Uhr aktualisiert.
Um meine Webseite für Dich optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwende ich Cookies, deren Einstellungen sich an jedem Seitenende befinden. Weitere Informationen zu Cookies erhälst Du in meiner Datenschutzerklärung.