Von Fénétrange nach Sarre-Union

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Etappe 2 von 5

Diese Wanderung beschreibt die zweite Etappe der Mehrtagestour von Sarrebourg nach Ingwiller. Sie beginnt in Fénétrange mit seinem charmanten Altstädtchen und führt uns zunächst nach Niederstinzel. Ab dort wandern wir flussabwärts im Saartal, passieren die Burg Geroldseck (Steinsal) und eine hübsche alte Brücke über den Isch bevor es hinauf nach Wolfskirchen geht. Über Diedendorf und seiner Burg geht es hinauf und durch den Wald nach Zollingen und schließlich Sarrewerden, wo wir optional einen kurzen historischen Stadtrundgang machen können und in den Sommermonaten während einer Bootsfahrt auf der Saar die Füße hochlegen können. Der letzte Teil der Tour führt uns in die sogenannte Neustadt von Sarrewerden und kurz darauf ist das Tagesziel Sarre-Union erreicht. Wem die gesamte Strecke zu lang, kann sie in Niederstinzel, Wolfskirchen oder Diedendorf unterbrechen und mit einem der selten verkehrenden Bussen zum Ziel gelangen.

Praktische Informationen

Wegbeschreibung

Von der Bushaltestelle aus folgen wir der Rue de Maréchal Leclerc nach Norden. Wer möchte, kann der Rue de la Gare nach rechts bis zur Saarbrücke folgen - von dort gibt es eine schöne Ansicht auf die Burg von Fénétrange.

Wir gehen geradeaus weiter, biegen rechts in die Rue de la Porte de France und durchqueren das alte Stadttor. Am Platz halten wir uns rechts und können über einen Zufahrtsweg (braunes Schild "Château") den Innenhof der Burg von Fénétrange erreichen.

Anschließend folgen wir der Rue Georges Ditsch nach rechts und biegen vor der Kirche links ab. Wir gehen geradeaus den Place Marcel Dassault entlang, folgen geradeaus der Straße und erreichen ein Haus mit einem schönen Erker. Wir biegen rechts ab und folgen der Rue de l'Hospice. Anschließend biegen wir rechts in die Rue de la Cave ab. An der Rue de la Porte d'Allemagne biegen wir links ab und folgen nun der Markierung Gelbes Dreieck Richtung Niederstinzel.

In der Steigung halten wir uns halblinks und folgen der Rue du Château d'Eau und der Markierung Gelbes Dreieck. Wir überqueren die dicht befahrene D 43 und folgen dem Weg geradeaus. Wir passieren den Wasserturm (Syndicat des Eaux de Berthelming) und biegen ca. 600 Meter nach der Straßenüberquerung rechts auf einen Feldweg ab. Wir folgen der Markierung Gelbes Dreieck und der Weg führt uns zurück zur Straße.

Kurz darauf biegen wir rechts ab und gehen durch die Straßenunterführung. Auf der anderen Seite biegen wir links und dann rechts ab. Wir folgen dem unmarkierten Weg (Rue des Vergers) hinab zur Rue Principale und folgen ihr nach links nach Niederstinzel (die Bushaltestelle befindet sich auf Höhe der Kirche). Vor der Kirche biegen wir rechts ab und folgen der Rue de la Gare und der Markierung Blaues Andreas­kreuz. Wir überqueren die Saar und wer möchte, biegt an der nächsten Gelegenheit links und macht einen Abstecher (2 km hin und zurück) zur Burg Geroldseck (Steinsal).

Wir folgen der Rue de la Gare (Markierung Blaues Andreas­kreuz) und gelangen bald darauf zum ehemaligen Bahnhof von Niederstinzel (kurz davor geht es links zum Bio-Bauernhofladen der Ferme du Geroldseck). Wir überqueren die ehemalige Bahnstrecke und biegen direkt dahinter links auf den Feldweg ab. Wir folgen dem Weg mit der Markierung Blaues Andreas­kreuz, der nun parallel der Bahnlinie verläuft.

Es geht nun eine ganze Weile geradeaus entlang der ehemaligen Bahnlinie. Hinter einem kurzen Waldstück ist der Weg asphaltiert und wir passieren ein paar Hütten. Zwischen den Bäumen können wir zu unserer Linken immer wieder die Burg von Diedendorf erhaschen. Wir erreichen den Fluss Isch und überqueren ihn auf der hübschen Brücke Pont de l'Isch (1). Wir folgen geradeaus dem asphaltierten Weg und folgen dann links der Straße (D 90) nach Wolfskirchen (Markierung Blaues Andreas­kreuz).

Wir biegen links in die Rue des Prés ab und folgen ihrem Rechtsknick. An ihrem Ende biegen wir links ab und direkt danach erneut nach links (D 55 Richtung Diedendorf und Markierung Blaues Andreas­kreuz, Bushaltestelle). Nach einer Weile überqueren wir erneut die ehemalige Bahnlinie und halten uns an der Kreuzung links, um die Saar auf der D 8 zu überqueren. Am Kreisverkehr (Bushaltestelle) folgen wir rechts der D 55 hinauf nach Diedendorf. Wir folgen der Straße so lange, bis uns ein braunes Schild nach links zur Burg von Diedendorf (2) weist.

Der Pakt des Herrn Kreutz

Kreutz, der Müller der Honauer Mühle in Harskirchen, arbeitete hart, um seine Familie zu ernähren. Dass er Getreide mahlte, reichte nicht aus. Also begann er Öl herzustellen. Doch das war auch zu wenig. Darum wandelte er Teile seines Grundstücks in ein Sägewerk um. Seine Familie hungerte trotzdem.

Er kam auf die Idee sich vom Teufel Geld zu leihen, denn dieser, munkelte man, hätte genug davon. Jeder wusste, dass man um Mitternacht an der alten Eiche in Diedendorf den Teufel treffen konnte. Eines Nachts machte sich Kreutz auf zur besagten Eiche. Und wie bestellt, erschien der Teufel.

Die beiden fingen an zu verhandeln und der Teufel begann einen Vertrag mit Kreutz' Blut zu formulieren. Der Müller ließ sich die unverständlichen Worte erklären und sollte mit seinem Blut unterschreiben. Der Teufel hielt ihm seine Feder hin und so wenig unser Müller schreiben konnte, unterschrieb er mit einem Kreuz.

Sobald dies geschehen war, entzündete sich der Vertrag und der Teufel verschwand. Unser Müller lachte überrascht und beängstigt. Als man seinen Körper fand, war dieser zu schwer, um ihn zu transportieren, also brachte man lediglich seinen Kopf zurück zur Mühle, der dort immer noch zu sehen ist.

Wir laufen die Hauptstraße zurück und biegen halblinks in die Rue de la Fontaine ab und folgen wieder unserer Markierung Blaues Andreas­kreuz. Der asphaltierte Weg führt uns in leichter Steigung hinauf und in den Wald. Es geht immer geradeaus auf der Route Forestière de Bischtroff-sur-Sarre. Am Chemin Elsabreck halten wir uns rechts und folgen weiterhin der Forststraße, die uns zum Waldrand führt und Aussichten ins Saartal und Bischtroff-sur-Sarre gewährt. Kurz darauf erreichen wir den Park- und Picknickplatz der Table Ronde (3) (Unterstand).

Hinter dem Maison Forestière de Bischtroff biegen wir links ab und folgen unserer Markierung Blaues Andreas­kreuz. An der Gabelung halten wir uns rechts und folgen dem asphaltierten Weg nach einer weiteren Abbiegung nach rechts hinunter nach Zollingen. An der Rue de Sarrewerden biegen wir links ab und folgen der D 96 und der Markierung Blaues Andreas­kreuz.

Ungefähr 400 Meter nach dem Ortsausgang biegen wir rechts auf einen Feldweg ab und folgen ihm bis zur Saarbrücke von Sarrewerden (4) (Markierung Blaues Andreas­kreuz). An dieser Stelle ist ein historischer Stadtrundgang von Sarrewerden (1,3 km) möglich. Zusätzlich können in den Sommermonaten die Füße bei einer Bootsfahrt auf der Saar hochgelegt werden. Die Boote fahren ab dem "Embarcadère" nahe der alten Mühle (Burg) ab. Es geht flussabwärts bis zur Mühle von Sarre-Union und zurück: unterwegs kann nicht ausgestiegen werden.

Mit Silberkugeln

Es lebte einmal ein Müller in Sarrewerden. An manchen Tagen tauchte eine Katze in seiner Mühle auf, die durch komisches Verhalten auffiel. Es war dermaßen seltsam, dass der Müller eines Tages auf sie schoss. Doch jedes Mal, wenn er den Finger krümmte, versagte das Gewehr. Zielte er auf etwas anderes als die Katze, ging der Schuss jedoch los.

Der Müller wusste nicht mehr weiter und man sagte ihm er solle Silbermünzen schmelzen und daraus eine Gewehrkugel machen lassen. Als die Katze sich erneut zeigte, schoss er auf sie. Der Schuss löste sich und die Katze floh mit erbärmlichem Geschrei.

Am folgenden Tag erfuhr man, dass sich eine Frau aus Zollingen eine Schusswunde zugezogen hatte. Die Katze ward nie wieder in der Mühle gesehen.

Wir folgen der D 796 nach Westen und biegen nach ca. 200 Metern rechts auf einen Pfad ab und folgen der Markierung Blaues Andreas­kreuz. Der Weg verläuft nun etwas oberhalb und parallel zur Saar. Vor den Wirtschaftsgebäuden biegen wir links ab und folgen dem Weg mit der Markierung Blaues Andreas­kreuz bis zur Villeneuve de Sarrewerden. Zwischendurch können wir Sarre-Union auf unserer Rechten sehen.

In der Villeneuve de Sarrewerden gehen wir geradeaus weiter und folgen der Rue des Vignes bis zum Stadtplatz. Dort biegen wir rechts ab und folgen der Rue des Eglises. An deren Ende biegen wir links ab und erreichen die Rue de Verdun (D 23). Dieser folgen wir nach rechts und überqueren die Saar. Vor dem Bahnübergang biegen wir rechts ab und überqueren die Bahnlinie am zweiten Bahnübergang. Wir folgen nun der Rue de la Gare bis zum ehemaligen Bahnhof von Sarre-Union.

Wichtige Hinweise

Das Be­treten der hier auf­ge­führ­ten und be­schriebenen Orte ge­schieht gänz­lich auf eigene Ge­fahr!
Alle An­gaben ohne Ge­währ!

Bitte be­achte und be­rück­sichtige un­bedingt die Warn­schilder des Jagd­betriebs (haupt­sächlich im Herbst) und der Fällungs­arbeiten. Vor allem bei den Fällungs­arbeiten herrscht Lebens­gefahr.

Bitte be­achte, dass die Strecken der Wanderungen und Burg­zugänge zwischen­zeitlich geändert sein können. Falls dies der Fall sein sollte, würde ich mich über eine kurze Nachricht an adminwanderparadies-wasgau.de oder über das Kontaktformular freuen, vielen Dank!

Einige angegebene Park­plätze sind keine offiziellen Park­plätze, sondern Stellen am Straßen- oder Weg­rand. Bitte respektiere diese Stellen und die Natur.

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