Jaegerthal und die Windsteiner Burgen

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Kleiner Rundweg zu den Windsteiner Burgen

Diese Tour beginnt in Jaegerthal, einem Weiler zwischen Niederbronn und Windstein, der aufgrund seiner ehemaligen Eisenschmieden einst ein wichtiger Standort für die Firma "De Dietrich" war. Noch heute zeugt ein Schloss von der Wichtigkeit des Ortes. Der Weg führt uns von Jaegerthal zu den drei Windsteiner Burgen, bevor es über den Col de Guensthal und vorbei an Relikten der Ligne Maginot zurück nach Jaegerthal geht.

Praktische Informationen

Wegbeschreibung

Bevor wir loswandern, lohnt sich die Erkundung der alten Schmieden von De Dietrich. Bereits im frühen 17. Jahrhundert ließ Adam Jaeger Schmieden errichten, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurden. Jean de Dietrich errichtete 1685 erneut eine Schmiede mit Hochofen, die von 1723 bis 1885 in Betrieb war und 1890 aufgegeben wurde. Das Schloss, das an der Straße Richtung Niederbronn liegt, ist leider nicht zugänglich. Die Ruinen strahlen eine etwas mystische Atmosphäre aus, sodass man sich folgende Legende bildhaft vorstellen kann:

Der Schatz von Jaegerthal

Es waren einmal drei Männer, die Wind von einem Schatz in Jaegerthal bekommen hatten. Ein Greis, der heilende Kräfte besaß, erzählte ihnen die Stelle, an der der Schatz vergraben sei. Sie müssten die Stelle mitternachts aufsuchen, Wasser mitnehmen, welches an Ostern geweiht worden war und das Christophelsgebet sprechen.

Gesagt getan, die drei Männer bereiteten sich vor und suchten die Stelle, an der ein großer Kirschbaum stand, eines Mitternachts auf. Während zwei der Männer zu graben anfingen, sprach der dritte, ein Rothaariger, das Christphelsgebet auf.

Plötzlich hob sich die Erde an und schob einen Kessel empor. In ihm befand sich Gold von unschätzbarem Wert, sodass die Männer nicht mitbekommen hatten, dass sich ein Vierter dazugesellt hatte. Es war der Teufel und er sprach: "Wen von euch soll ich bloß mit zu mir herunternehmen? Vielleicht dich?" und deutete auf den Rothaarigen.

Doch der Rothaarige behielt die Nerven und schüttete dem Teufel das mitgebrachte Weihwasser ins Gesicht woraufhin sich dieser prompt in Luft auflöste.

Mit einem Mal fing der Kirschbaum wie bei einem Sturm mit unerträglichem Lärm an mit seinen Ästen zu peitschen. "Wir sind verloren", rief einer der Männer. Im selben Moment donnerte der Kessel zurück in die Erde und ward für alle Ewigkeiten verschwunden. Sie hatten vergessen, dass man zwischen den magischen Zeilen kein Wort sprechen darf. So befindet sich der Schatz heute noch unter einem großen Kirschbaum und wartet auf den Glücklichen, der alles richtig macht.

Einer anderen Legende zufolge lebt ein Riese in den Jaegerthäler Wäldern, dem man lieber nicht begegnen sollte, vor allem wenn er seinen Weinvorrat aufgebraucht hat.

Wenn wir unseren Blick über den Etang de Jaegerthal schweifen lassen, sehen wir in der Ferne unser erstes Ziel, die Burg Nouveau-Windstein. Wir folgen dem Weg mit der Markierung Gelb-weiß-gelbes Rechteck linksseitig des Weihers Richtung Casemate de Windstein.

An einer Abzweigung gehen wir halbrechts und folgen dem Weg mit der Markierung Gelb-weiß-gelbes Rechteck. Am Kleinhammer (Le Martinet) stoßen wir auf die Straße, biegen links ab und folgen ihr bis zum Restaurant an der Straßenkreuzung nach Windstein. Wir gehen quasi geradeaus weiter und folgen dem steilen Pfad mit der Markierung Gelbe Raute hinauf. Wir queren einen Weg und überqueren anschließend eine Wiese. An der Straße biegen wir links ab und gleich wieder rechts. (Markierung Gelbe Raute). An einer Abzweigung biegen wir scharf links ab, umrunden den Burgberg und gelangen schließlich zur Burg Nouveau-Windstein (1).

Sieben Jahre nach der Zerstörung der Burg Vieux-Windstein wurde die Burg Nouveau-Windstein 1339 erbaut. 1680 wurde sie bereits zerstört. Heute sind noch viele Burgenelemente erhalten, die auch von ehrenamtlichen Helfern gepflegt und erneuert werden.

Die goldenen Kegel der Burg Nouveau-Windstein

Eines Tages spielte ein junger Hirte mit Steinen, als plötzlich ein ihm unbekanntes Kind auftauchte. Das Kind lud den jungen Hirten ein in der Burg zu spielen. Einmal in der Burg holte das Kind zwei Kegel und eine Spielkugel. Es warf die Kugel und schmiss die Kegel um. Der Hirte versuchte die Kugel zu heben, schaffte es aber nicht. Er nutzte einen Kegel um sie abzuwägen und bemerkte, dass der Kegel viel leichter war und warf diesen zum Spaß über die Mauer. In diesem Moment verschwand das unbekannte Kind. Daraufhin ging der Hirte den Kegel suchen, fand ihn und brachte ihn nach Hause.
Als er ihn seinem Vater zeigte, sahen sie, dass der Kegel aus Gold war. Sogleich eilte der Vater zur Burg, um den Rest des Spiels zu holen, doch der andere Kegel und die Kugel waren verschwunden...

Die geisterhaften Reiter

Mitte des 16. Jahrhunderts war Kuno Eckbrecht von Dürckheim im Krieg und wachte vor den Toren der Burg Schoeneck. Eines Abends sah er zwei Krieger, ausgerüstet wie im Mittelalter, durch das Tor reiten. An einen Verrat seitens des Pförtners denkend, zückte er sein Schwert, doch plötzlich tauchten die zwei Reiter vor ihm auf, als wären sie durch die Wand hindurchgegangen. Sie erklärten ihm, dass er der Burg (Neu-)Windstein zur Hilfe eilen soll, sie würde gerade vom Feind angegriffen. Daraufhin lösten sich die beiden Reiter in Luft auf und Kuno schlug Alarm. Mit seinen Mannen ritt er zur Burg Windstein und überraschte den Feind, der gerade den Angriff starten wollte. So entging die Burg Windstein dem Angriff des Feindes.

Von Zeit zu Zeit tauchen die beiden Reiter plötzlich aus der Wand auf. Der Legende nach behüten sie atemberaubende Schätze, die in den Katakomben der Burg Schoeneck vergraben sind.

Wir folgen dem Weg mit den Markierungen Gelbe Raute und Rotes Recht­eck (GR 53) Richtung Windstein; an der Abzweigung halten wir uns links. Kurz darauf erreichen wir die mageren Reste der Burg Mittel-Windstein. Wir folgen unserem Weg, der bald zum Pfad wird und den Berg hinunter geht. Schon jetzt haben wir einen schönen Blick auf die Burg Vieux-Windstein. Wir biegen links auf den Forstweg ab und erreichen das Restaurant am Col des 2 Windstein. Wir folgen geradeaus und halblinks dem Weg mit der Markierung Rotes Recht­eck (GR 53) Richtung Obersteinbach. Ein paar Meter weiter biegen wir rechts ab und folgen dem Pfad mit der Markierung Rote Burg (Chemin des Châteaux-forts d'Alsace - Elsässer Burgenweg) hinauf zur Burg Vieux-Windstein (2).

1196 erbaut, war die Burg Vieux-Windstein lange Zeit ein Raubritternest, das sich erfolgreich wehren konnte und die umliegende Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzte. 1332 wurde sie zum ersten Mal zerstört und 1515 ein weiteres Mal. Seitdem ist sie eine Ruine. Heute ist neben einigen Felsenkammern, Zisternen und einem beachtlichen Brunnenschacht nicht mehr viel von der Burg übrig. Sie ist allerdings ziemlich groß und bietet viel zu entdecken. Aber Achtung, an manchen Stellen fehlen Geländer.

Nach der Burgbesichtigung gehen wir den gleichen Weg zurück zum markierten Weg und folgen ihm nach rechts (Markierung Gelbe Raute). Er umrundet den Burgberg und führt zu einer Wegspinne, an der wir geradeaus weitergehen. An einer Abzweigung halten wir uns rechts (Markierung Gelbe Raute) und umrunden langsam das Nagelsthal. Zwischen den Bäumen sieht man die Burg Vieux-Windstein durchschimmern.

An den weiteren Abzweigungen halten wir uns rechts (Markierung Gelbe Raute) und erreichen schließlich den Col de Guensthal (3). Kurz dahinter befindet sich ein Blockhaus der Ligne Maginot auf der rechten Seite.

Wir folgen nun dem Weg nach rechts mit der Markierung Gelb-weiß-gelbes Rechteck. Der Weg umrundet den Grand Muehlberg und stößt auf einen breiten Forstweg, dem wir nach links folgen. An einer Abzweigung biegen wir rechts ab und folgen dem Weg mit der Markierung Gelb-weiß-gelbes Rechteck zur Casemate d'artillerie de Windstein (4).

Der Weg schwenkt nach links kurz darauf biegen wir rechts ab (Markierung Gelb-weiß-gelbes Rechteck). Wir folgen dem Weg geradeaus den Hang hinab und biegen dann links auf einen Weg ab, der uns zu einem breiten Forstweg führt. Diesem folgen wir ein paar Meter nach rechts bevor wir links abbiegen und dem Weg weiter hinunter folgen (Markierung Gelb-weiß-gelbes Rechteck).

Am Waldrand biegen wir rechts auf den Weg mit der Markierung Gelb-weiß-gelbes Rechteck ab. Auf der gegenüberliegenden Seite können wir das Schloss der De Dietrich sehen. Der Weg stößt unweit der Schmieden von Jaegerthal auf die Straße, der wir nach rechts folgen. Vor dem Weiher biegen wir links ab und gelangen zum Startpunkt der Tour.

Wichtige Hinweise

Das Be­treten der hier auf­ge­führ­ten und be­schriebenen Orte ge­schieht gänz­lich auf eigene Ge­fahr!
Alle An­gaben ohne Ge­währ!

Bitte be­achte und be­rück­sichtige un­bedingt die Warn­schilder des Jagd­betriebs (haupt­sächlich im Herbst) und der Fällungs­arbeiten. Vor allem bei den Fällungs­arbeiten herrscht Lebens­gefahr.

Bitte be­achte, dass die Strecken der Wanderungen und Burg­zugänge zwischen­zeitlich geändert sein können. Falls dies der Fall sein sollte, würde ich mich über eine kurze Nachricht an adminwanderparadies-wasgau.de oder über das Kontaktformular freuen, vielen Dank!

Einige angegebene Park­plätze sind keine offiziellen Park­plätze, sondern Stellen am Straßen- oder Weg­rand. Bitte respektiere diese Stellen und die Natur.

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