Hohenfels und Grand Wintersberg

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Kleiner Rundweg auf den Grand Wintersberg

Diese Wanderung führt uns von Dambach zunächst zu seiner verwunschenen Burgruine Hohenfels. Anschließend steigt der Weg fast unaufhörlich hinauf zum Col de la Liese, bei dem sich der rätselhafte Liese-Felsen aus römischen oder keltischen Zeiten befindet. Von dort ist es nicht mehr weit zum Gipfel des Grand Wintersberg, der höchsten Erhebung der Nordvogesen. Steigt man auf den Turm, wird man mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt und knackt sogar die 600 Meter-Marke. Von dort geht es zurück zum Col de la Liese und anschließend nach Osten über den Col de Borneberg zurück nach Dambach hinunter.

Praktische Informationen

Wegbeschreibung

Wir gehen zur Hauptstraße, biegen rechts ab und folgen ihr nach Nordwesten (durch Dambach Richtung Neunhoffen, Markierung Gelbes Kreuz). Links in der Rue du Hohenfels steht vor der Post ein Trinkwasserbrunnen. Wir folgen der Hauptstraße und biegen links in die Rue du Lion ab. Wir folgen weiter geradeaus dem Weg mit der Markierung Gelbes Kreuz. In der Steigung queren wir zwei Forstwege und gelangen bald zur Burg Hohenfels (1).

Die Burg Hohenfels wurde 1291 erstmals erwähnt und im 16. Jahrhundert durch einen Brand zerstört. Heute verbreitet sie eine verwunschene und märchenhafte Atmoshpäre und sollte vorsichtig erkundet werden, da an keiner Stelle Geländer stehen. Leider kommt man nicht mehr zum Palas hinauf.

Wir folgen unserem Wanderweg (Gelbes Kreuz) und lassen links einen Weg liegen. Bald stoßen wir auf einen breiten Forstweg, den wir als Abkürzung (Schild "Col Angelsberg direct") nehmen könnten. Wir queren ihn aber und folgen geradeaus dem Pfad, der kurz darauf auf einen weiteren Forstweg mündet. Wir folgen ihm nach links (Markierung Gelbes Kreuz) bis zum Col du Molloch.

Wir biegen links ab und folgen nun dem Weg mit der Markierung Blaues Kreuz Richtung Col de la Liese. Nach einer kurzen Zeit erreichen wir die Wegspinne des Col de l'Angelsberg. Wir halten uns halbrechts und folgen dem Weg mit der Markierung Blaues Kreuz hinauf. Wir queren einen weiteren Forstweg (erst nach rechts, dann sofort nach links) und gelangen zu einem weiteren Weg, dem wir nach links folgen (Markierung Blaues Kreuz).

Links eröffnet sich uns zwischen den Bäumen immer mal wieder die Aussicht auf die Nordvogesen. An der Abzweigung nehmen wir den rechten Weg und stoßen bald auf markierten Weg von Philippsbourg. Wir biegen links ab und erreichen den Col du Riesthal. Wir folgen weiterhin dem Weg mit der Markierung Blaues Kreuz, der nun parallel zur Straße verläuft und gelangen zum Col de la Liese (2).

Direkt vor dem Chalet du Wintersberg befindet sich auf linker Seite eine in Stein gemeißelte weibliche Person. Dies ist die Liese, die zu keltischer oder römischer Zeit entstanden ist. Es handelt sich wohl um eine Fruchtbarkeitsgöttin, denn der Felsen wurde auch als sogenannter "Rutschfelsen" genutzt. Die Jungfrauen rutschten einmal den Fels hinab und hofften durch dieses Ritual auf bessere Fruchtbarkeit. Natürlich ranken sich viele Legenden um diesen Felsen, ein paar seien nachfolgend erzählt:

La Liese

Es war einmal ein edler junger Mann, der in die schöne Liese mit ihren blauen Augen und roten Haaren verliebt war. Sie entschied sich aber für einen Handwerker, den der edle junge Mann daraufhin in einen Brunnen warf. Liese starb vor Trauer.

Damals trieben die Hirten ihr Vieh hinauf in die Wälder, als sich eines Tages ein Hirte in die junge und hübsche Liese verliebte. Den gesamten Sommer lang ging er hinauf zum Felsen und meißelte das Antlitz seiner Liebsten, um sich immer an ihre Schönheit erinnern zu können.

Eines Tages wurde ein römischer Legionär von Julius Caesar nach Ägypten entsandt, der dort eine junge Frau heiratete. Er schenkte ihr ein Mädchen namens Isis. Nach dem Tod ihrer Eltern traf Isis einen jungen Mann, dem sie in den hohen Norden folgte. Als sie in ihr Heimatland zurückkehrte, hinterließ sie den jungen Mann tottraurig zurück, der ihr Antlitz in einen Felsen unterhalb des Großen Wintersberges meißelte.

Es war einmal ein junger Jäger aus Dambach-Neunhoffen, der sich in die junge Isis verliebte. Als sie starb, meißelte er ihr Antlitz in den Felsen neben seinem erbauten Chalet.

Wir überqueren die Straße und folgen halbrechts dem Pfad mit der Markierung Rotes Recht­eck (GR 53) im Zickzack hinauf zum Grand Wintersberg (3) mit 581 m die höchste Erhebung der Nordvogesen. Der Turm wurde 1889/90 erbaut und ist 25 m hoch. Dank seiner Höhe können wir von seiner Spitze aus eine atemberaubende 360°-Aussicht genießen. An klaren Tagen reicht die Sicht bis zum Straßburger Münster und auch die Burgen von Froeschwiller, Reichshoffen, Lichtenberg, Bitche, Lutzelhardt, Hohenbourg, Loewenstein, Schoeneck und Vieux-Windstein.

Wir gehen den gleichen Weg (Markierung Rotes Recht­eck (GR 53) wieder hinunter zum Col de la Liese (2), biegen rechts ab und folgen links parallel der Straße dem Pfad mit der Markierung Rotes Recht­eck (GR 53) Richtung Wineckerthal, Obersteinbach.

Wir erreichen bald den Col du Pottaschkopf (Schutzhütte) und gehen geradeaus weiter (Markierung Rotes Recht­eck (GR 53)) und folgen dem Weg zum Col de Borneberg. Hier biegen wir links ab und folgen nun dem Weg mit der Markierung Gelbes Kreuz Richtung Dambach. Nach einer Weile geht es über ein paar Treppenstufen auf einen Forstweg, dem wir für ein paar Meter nach links folgen, bevor es rechts weiter hinab geht (Markierung Gelbes Kreuz).

Wir queren einen weiteren Forstweg, passieren einen Bildstock und erreichen eine Straße (D 853). Kurz vor ihr biegen wir links ab und folgen dem Weg mit der Markierung Gelbes Kreuz. An einer Kreuzung biegen wir rechts auf den Pfad ab, der uns an einem Blockhaus vorbei zur Straße und zurück zum Startpunkt führt.

Wichtige Hinweise

Das Be­treten der hier auf­ge­führ­ten und be­schriebenen Orte ge­schieht gänz­lich auf eigene Ge­fahr!
Alle An­gaben ohne Ge­währ!

Bitte be­achte und be­rück­sichtige un­bedingt die Warn­schilder des Jagd­betriebs (haupt­sächlich im Herbst) und der Fällungs­arbeiten. Vor allem bei den Fällungs­arbeiten herrscht Lebens­gefahr.

Bitte be­achte, dass die Strecken der Wanderungen und Burg­zugänge zwischen­zeitlich geändert sein können. Falls dies der Fall sein sollte, würde ich mich über eine kurze Nachricht an adminwanderparadies-wasgau.de oder über das Kontaktformular freuen, vielen Dank!

Einige angegebene Park­plätze sind keine offiziellen Park­plätze, sondern Stellen am Straßen- oder Weg­rand. Bitte respektiere diese Stellen und die Natur.

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