Von Oberotterbach nach Erlenbach bei Dahn

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Etappe 2 von 7

Diese Wanderung beschreibt die zweite Etappe der Mehrtagestour durch den deutschen Wasgau mit Start und Ende in Bad Bergzabern. Sie beginnt in Oberotterbach und führt uns entlang des sehenswerten Waldgeisterweges hinauf zur Burg Guttenberg mit tollen Aussichten. Weiter geht es hinauf zum Steinernen Tisch auf der Hohen Derst bevor wir hinab nach Reisdorf gehen. Von dort steigt der Weg wieder, umrundet den Krummen Ellenbogen und führt uns zur atemberaubenden Hirzeck-Aussicht. Anschließend geht es hinunter zum Seehofweiher und nach einem letzten Anstieg zu den Burgen Klein-Frankreich und Berwartstein und letztendlich nach Erlenbach bei Dahn.

Praktische Informationen

Wegbeschreibung

Vom Parkplatz oder der Bushaltestelle folgen wir der Weinstraße (B 38) ein paar Meter nach Norden (Richtung Bad Bergzabern) und biegen links in die Oberdorfstraße ab. Dieser folgen wir immer geradeaus und lassen bald Oberotterbach hinter uns. Wir folgen nun den Markierungen Gelb-grüner Balken und Weg der Geschichte in Oberotterbach (lilanes aufgeschlagenes Buch) Richtung Ruine Guttenberg. Auf der Höhe des Schützenhauses beginnt der Waldgeisterweg.

Der Waldgeisterweg

Der Waldgeisterweg wurde von Künstler Volker Dahl ins Leben gerufen. Mit viel Fleißarbeit und Liebe zum Holz hat er auf einer Länge von 2 km im Otterbachtal Skulpturen von Tieren und Waldgeistern geschnitzt. Mal sind sie nicht zu verfehlen, mal ganz klein am Wegesrand versteckt.

Der Waldgeisterweg endet an einer Wegkreuzung mit Gustav, der Schnecke (1). Wir gehen geradeaus weiter und folgen dem breiten Forstweg mit den Markierungen Gelb-grüner Balken und Weg der Geschichte in Oberotterbach (lilanes aufgeschlagenes Buch) ins obere Otterbachtal hinauf. Nach einer Weile erreichen wir eine Wegspinne (Schlossberg Nord), biegen links und sorfort danach rechts auf einen Pfad mit der Markierung Pfälzer Weinsteig ab, der uns hinauf zur Burg Guttenberg (2) führt.

Burg Guttenberg

Im 12. Jahrhundert erbaut und 1525 im Bauernkrieg zerstört, bietet die Burg Guttenberg schöne Aussichten nach Norden, Osten und Süden. Bei guter Sicht kann man in der Ferne die Burgen Anebos, Scharfenberg und Neuscharfeneck entdecken.

Nach der Burgbesichtigung folgen wir dem Pfälzer Weinsteig Richtung Schweigen-Rechtenbach. An der ersten Abzweigung gehen wir geradeaus den unmarkierten Weg hinunter zur Wegspinne Schlossberg Nord. Dort biegen wir rechts ab und folgen dem linken Pfad mit der Markierung Gelb-grüner Balken Richtung Hohe Derst, Reisdorf (Holzschild Steinerner Tisch).

An der Stelle Kanzelberg, 512 m gehen wir geradeaus weiter und folgen den Markierungen zum Steinernen Tisch. An einem Sattel halten wir uns rechts und steigen weiter bergan. An einer weiteren Abzweigung biegen wir rechts ab und folgen der Markierung "11" bis zum Steinernen Tisch (3). Kurz davor können wir eine tolle Aussicht nach Südosten und Nordwesten genießen.

Vom Steinernen Tisch gehen wir den gleichen Weg zurück, gehen aber geradeaus auf dem Bergrücken weiter. Kurze Zeit später stoßen wir auf auf die markierten Wege. Wir folgen dem Weg mit den Markierungen Gelb-grüner Balken und Grünes Dreieck auf weißem Kreis (August-Becker-Wanderweg) Richtung Reisdorf.

Der Mundatwald

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden 700 ha (7 km2) des deutschen Mundatwaldes dem französischen Staatsgebiet eingegliedert. Seit 1986 ist Frankreich als Grundbesitzer für das betreffende Gebiet eingetragen und genießt seitdem die unbefristeten Holz-, Jagd- und Wasserrechte. Die Burgruine Guttenberg ist davon ausgenommen.

Wir lassen den eingezäunten Sendemasten der Hohen Derst rechts liegen und beginnen mit dem Abstieg nach Reisdorf. Wir erreichen einen Forstweg mit beginnender Stromleitung. Wir queren den Weg und halten uns halbrechts auf den Pfad, der uns zu einem weiteren Forstweg führt (Markierungen Gelb-grüner Balken und Grünes Dreieck auf weißem Kreis (August-Becker-Wanderweg)). Wer möchte kann den Abstecher zum aussichtslosen Hühnerfelsen (Markierung Rotes Drei­eck) machen.

Unser Pfad geht unterhalb der Felsformationen des Hühnerfelsens hinunter; zwischen den Bäumen kann man bei guter Sicht den Luitpoldturm erhaschen. Bald erreichen wir einen weiteren Forstweg, den wir queren und rechts den Pfad hinunter folgen. Bald erreichen wir erneut die Stromleitung und eine Wegkreuzung, an der wir uns halblinks halten und nach ein paar Metern links auf den Pfad abbiegen (Markierungen Gelb-grüner Balken, Gelber ausgefüllter Kreis und Grünes Dreieck auf weißem Kreis (August-Becker-Wanderweg)).

Wir queren einen weiteren Forstweg und gelangen ins Reisbachtal. Wir überqueren den Reisbach und biegen rechts auf die Straße ab. Wir durchqueren den Ort Reisdorf und biegen links hinter der Gaststätte Waldeslust auf den asphaltierten Weg ab (Schutzhütte). Wir folgen nun den Markierungen Grünes Dreieck auf weißem Kreis (August-Becker-Wanderweg) und Gelber ausgefüllter Kreis Richtung Hirzeckhaus. Wir folgen dem asphaltierten Weg, der uns oberhalb von Reisdorf eine Aussicht zur Hohen Derst beschert.

Bald darauf biegen wir halbrechts auf den Pfad (Markierungen Grünes Dreieck auf weißem Kreis (August-Becker-Wanderweg) und Gelber ausgefüllter Kreis) ab, der uns in leichter Steigung zu einem Sattel führt. Wir gehen nun auf dem breiten Forstweg, der den Krummen Ellenbogen südlich umrundet und gelangen zum Hirzeck Parkplatz. Wir biegen links ab und nehmen den rechten der beiden Wege hinauf zur Hirzeck Aussicht (4) (Markierung Grünes Dreieck auf weißem Kreis (August-Becker-Wanderweg)).

Von der Hirzeck Aussicht können wir eine einmalige Aussicht auf den Wasgau genießen. Bei guter Sicht können wir von Süden nach Nordwesten die Burgen Loewenstein, Hohenbourg, Wegelnburg, Altdahn und Berwartstein sowie den Heidenpfeiler (Schlüsselfels) entdecken. Sogar die Zitadelle von Bitche ist schemenhaft erkennbar.

Wir laufen ein paar Meter zurück und biegen rechts auf den Pfad ab, der uns im Zickzack hinab zum Hirzeckhaus führt. Dort biegen wir rechts ab und gleich darauf halblinks hinunter auf den Pfad mit den Markierungen Grünes Dreieck auf weißem Kreis (August-Becker-Wanderweg) und Gelber ausgefüllter Kreis. Wir queren einen Weg und gelangen bald zu einem weiteren, an dem wir links abbiegen (Markierungen Grünes Dreieck auf weißem Kreis (August-Becker-Wanderweg) und Gelber ausgefüllter Kreis). Kurz danach biegen wir halbrechts auf den Pfad hinunter (Markierungen Grünes Dreieck auf weißem Kreis (August-Becker-Wanderweg) und Gelber ausgefüllter Kreis), der uns hinunter ins Portzbachtal führt.

Wir biegen rechts auf den breiten Forstweg ab und überqueren vor einem Teich den Portzbach. Der Weg mit den Markierungen Grünes Dreieck auf weißem Kreis (August-Becker-Wanderweg) und Gelber ausgefüllter Kreis führt uns nun zum Seehofweiher, der sich zum Baden eignet. An der Stelle "Erlenbach, Abzweig Campingplatz" biegen wir links ab und folgen dem Weg mit der Markierung Hans-Trapp-Tour (Schwarzer Ritterhelm).
Wer direkt zur Burg Berwartstein (6) laufen möchte, folgt dem Weg mit der Markierung Gelber ausgefüllter Kreis, der Verlauf ist in der Karte rot gestrichelt.

Wir umrunden den Campingplatz und gehen auf dem asphaltierten Weg. Nach kurzer Zeit biegen wir links ab und folgen dem Weg mit der Markierung Hans-Trapp-Tour (Schwarzer Ritterhelm) den Nestelberg hinauf. An der Abzweigung biegen wir rechts ab und bleiben nun auf einer Höhe. Nach der nördlichen Umrundung des Nestelberges erreichen wir eine Wegspinne, an der wir links abbiegen und zur Burg Klein-Frankreich (5) gelangen.

Burg Klein-Frankreich

Der Wehrturm Klein-Frankreich wurde vermutlich 1484 erbaut. Der Name kommt wohl daher, dass er Angriffe von französischen Truppen abwehren sollte. Er diente vor allem als Vorwerk der Burg Berwartstein und war auch immer im Besitz des jeweiligen Besitzers der Burg Berwartstein. Ein Besuch lohnt sich trotzdem, denn wir genießen von hier eine tolle Aussicht auf Burg Berwartein und den Rödelstein.

Wir gehen den gleichen Weg zurück zur Wegspinne, biegen rechts ab und nehmen den linken Weg mit der Markierung Hans-Trapp-Tour (Schwarzer Ritterhelm). Nach steilem Abstieg erreichen wir den Parkplatz der Burg Berwartstein. Wir gehen geradeaus weiter zur Kreuzung und gehen links hinauf zur Burg Berwartstein (6).

Burg Berwartstein

Im 12. Jahrhundert errichtet, wird die Burg 1591 durch einen Brand zerstört. Im späten 19. Jahrhundert wird sie wiedererbaut und ist heute ein Besuchermagnet. Man erfährt viel über das damalige Ritterleben und kann es sich anhand eingerichteter Räume, z. B. der Burgküche auch gut vorstellen. Von den beiden Terrassen hat man ebenfalls eine tolle Aussicht auf die Umgebung.

Wertvolle Pferdeäpfel

Es war einmal eine Frau, die auf dem Berwartstein nach Brombeeren suchte. Die Burg lag in Trümmern und alles war von Efeu, Farn und Brombeeren überwuchert. Sie bahnte sich einen Weg durch das Dickicht und blickte verwundert auf Pferdeäpfel. Sie konnte sich nicht vorstelle, wie sich ein Pferd hierher hätte verirren können.

Beim Pflücken der Brombeeren vergaß sie schnell die Pferdeäpfel und erinnerte sich wieder daran, als sie abends zu Hause ihre mostreifen Brombeeren aus ihrem Korb holte. Sie erzählte ihrem Mann die Geschichte und als sie fertig war, beschimpfte er sie aufs Übelste. Jeder wisse, dass solche Pferdeäpfel vom Pferd des Wilden Jägers stammten und sie sich in Gold verwandelten, wenn man sie mit nach Hause nehmen würde.

Die Goldkugel des Berwartsteins

Es lebte einmal ein junger Ziegenhirte, der seine Ziegen auf den Schlossberg des Berwartsteins trieb. Dort fand er eine seltsame gelbe Kugel, mit der er den gesamten Nachmittag lang spielte. Plötzlich rollte ihm die Kugel weg und verschwand in einer Erdspalte. Als er zu Hause seine Geschichte erzählte, sagte man ihm, dass es sich um die Goldkugel des Berwartsteins handelte nach der schon viele erfolglos gesucht hätten.

Das Mädchen und die Schlange

Die Erlenbacher Kinder zogen oft gerne los auf den Berwartstein, um dort Verstecken zu spielen. Ein kleines Mädchen kannte den Zugang zu den unterirdischen Gängen der ehemaligen Burg und suchte sie auf. Obwohl sie sich vorher schon oft hier versteckt hatte, war diesmal alles anders.

Die unterirdischen Gänge waren in ein seltsames Licht getaucht und in einer Mauernische fand sie eine Flasche, deren Inhalt grün leuchtete. Eine Schlange wand sich um die Flasche und zischte das Mädchen giftig an. Daraufhin floh das kleine Mädschen schreiend nach draußen und berichtete zwei Waldarbeitern von ihrem Erlebnis.

Die beiden Waldarbeiter suchten die unterirdischen Gänge auf, konnten aber nichts entdecken, denn geheimnisvolle Schötze, Schlangenköniginnen oder Elfen offenbaren sich nur unschuldigen Kindern.

Die Burgfrau zu Berwartstein

Eines Tages wurde die Burg Berwarstein von einem Feind belagert und eingenommen. Die Burgherren kämpften unerbittlich bis zum letzten Mann, doch konnten sie die Eindringlinge nicht besiegen.

Der Feind glaubte alle Burgbewohner umgebracht zu haben, doch war es der Burgfrau und ihrem Säugling gelungen in ihrem Versteck tief in der Burg unentdeckt zu bleiben. Als die siegtrunkenen schließlich Feuer legten, wollte sie lieber sterben als sich dem Feind auszuliefern. Sie stürmte auf den Dachboden und stürzte sich mit ihrem Säugling in das Flammenmeer, das sie augenblicklich verschlang.

Alljährliche zeigt sie sich auf der Burg und schaut mit Wehmut auf die Verwüstung ihrer Burg. Dann stürzt sie sich voller Verzweiflung mit ihrem Säugling den Fels hinab.

Wir gehen zurück zur Kreuzung, biegen links auf die Straße ab und folgen dieser. Kurze Zeit später biegen wir rechts auf den Pfad mit der Markierung Felsenland Sagenweg (Geist auf blauem Hintergrund) ab. Wir passieren eine Grabstätte und überqueren eine Wiese. Wir stoßen auf einen Weg, dem wir links nach Erlenbach folgen. Bald erreichen wir die Hauptstraße, an der sich die Bushaltestelle befindet.
Hinweis: hier halten die Busse für die beiden Richtungen, bitte auf den Buszielanzeiger achten. An Sonn- und Feiertagen hält der Bus auch direkt an der Burg Berwartstein.

Wichtige Hinweise

Das Be­treten der hier auf­ge­führ­ten und be­schriebenen Orte ge­schieht gänz­lich auf eigene Ge­fahr!
Alle An­gaben ohne Ge­währ!

Bitte be­achte und be­rück­sichtige un­bedingt die Warn­schilder des Jagd­betriebs (haupt­sächlich im Herbst) und der Fällungs­arbeiten. Vor allem bei den Fällungs­arbeiten herrscht Lebens­gefahr.

Bitte be­achte, dass die Strecken der Wanderungen und Burg­zugänge zwischen­zeitlich geändert sein können. Falls dies der Fall sein sollte, würde ich mich über eine kurze Nachricht an adminwanderparadies-wasgau.de oder über das Kontaktformular freuen, vielen Dank!

Einige angegebene Park­plätze sind keine offiziellen Park­plätze, sondern Stellen am Straßen- oder Weg­rand. Bitte respektiere diese Stellen und die Natur.

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